SK-FANZINE - Schoppeklopper

Kalkwerk Festival 2019- Samstag Bericht

Wir haben Pfingstmontag, Ortszeit 22:29 Uhr und es ist mal wieder vorbei…gestern ging die 2019er Ausgabe des Kalkwerk Festivals zu Ende. Was bleibt ist wie immer eine Träne im Knopfloch, da es jetzt wieder ein Jahr dauert, bis es wieder soweit ist. Was aber auch bleibt, ist ein Strauß schöner Erinnerungen, die ich gern mit euch teilen mag.

Der Preis ist unschlagbar, die Essens und Getränkepreise sowieso, das Variete am Freitag war fantastisch, das Essen natürlich auch wieder extrem lecker… Also alles wie immer, bewährt und gut. Und die Bands? Tja, schauen wir mal:

„Stay focused“ hab ich größtenteils leider verpasst. Leider? Ja. Weil die letzten zwei Songs hab ich immerhin gehört und dabei festgestellt: es gibt in der Gegend kaum eine Band, die sich so stetig weiterentwickelt und verbessert wie „Stay focused“. Hätte ich gerne mehr gehört…

Anschließend waren “ M.I.N.D.“ an der Reihe. Das ist wieder so eine Band, mit der ich so ein bisschen Probleme habe, da sie meinen Geschmack insgesamt nicht so treffen. Man merkt ihnen an, dass sie professionelle Musiker sind. Man merkt, dass die Songs so konzipiert sind, dass die Musik die Stimme der Sängerin in den Vordergrund rückt (völlig zurecht, die Stimme ist Bombe!). Leider war die Performance ziemlich unspektakulär, die Bühnenpräsenz eher niedrig und das ist jammerschade. Mit ein bisschen mehr Bewegung wäre es nämlich echt super gewesen.

„Cruel Division“ sind ein ganz anderes Kaliber als „M.I.N.D.“. Ihre Bühnenpräsenz ist enorm, ihre Musik brachial und voll auf die 12. Die Stimme war mir persönlich zu laut gemischt, aber sonst gibt’s für die Fans ihrer Musik nichts zu meckern, dementsprechend groß war auch das Publikumsinteresse.

Die Kalkwerk Legende schlechthin sind nicht etwa “ London“ , sondern vielmehr „Paris“. Gute Musik, solide Show… Verdiente Legende eben.

„Strictly Mint“ lassen sich am Besten in Adjektiven beschreiben: Sphärisch, melancholisch und minzig kühl… Und sorry, der Kalauer musste sein. Top Sängerin, Musiklegende Mark Pfurtscheller und beliebte Songs in neuem Gewand. Qualitativ ganz weit oben und selbst wenn es anders wäre, würde ich mich nie trauen das zu schreiben. 🙂

Wieder deutlich härter wurde es wie gewohnt mit „Kaocide“. Auch an deren Show gibt es rein nichts auszusetzen. Hervorzuheben, wäre das im Rahmen der schönen “ Kalkwerk Bands covern Kalkwerk Bands‘ Aktion entstandene Feature mit „Poly One“ und „Ernst Zwo“. Die daraus entstandene Metal Version von „Zwischen Ghetto und Gesetz“ knallt ohne Ende und gehört in meinen Augen unbedingt noch recorded. Also. Macht mal 😉

Zu „Boiler“ brauch ich nicht viel zu sagen. Klasse Setlist, guter neuer Bassist und 100 Prozent Bock. Im Rahmen der eben erwähnten Aktion vergingen sich die Jungs am „Bubonix“ mega Hit „Vollgas“, der in der Version jetzt endlich auch meiner Verlobten gefällt…Ab dafür!

„Bloodspot“ sind und bleiben die heftigste und stärkste Metalband des Kalkwerks. Destruktive Emotionen konstruktiv verpackt, mit Energie nach Vorne und Abriss. Sau geil. Ihr Song „Public Porn“ funktioniert mit „Boiler’s“ Eric an den Co-Vocals hervorragend.

In eine ganz andere Kerbe schlagen die Synthie Pop-Spezialisten von „Girlpolice“. Letztes Jahr wurden mir nur positive Sachen berichet, “ Pink Milk“ auf dem Kalkwerk Sampler hab ich kaputt gehört und jetzt hab ich sie endlich live gesehen. Das es darum geht Liebe zu verbreiten, haben sie oft erwähnt. Dass sie total verstrahlt rüberkommen sage ich. Aber: tanzende Menschen, Ausstrahlung, Charisma, Show, Songs… Alles einfach zu 100 Prozent Hammer. Mein erstes Highlight beim Kalkwerk Festival ist Musik, wie ich sie noch nie zuvor gehört habe.

Zum Samstag Headliner könnte ich soviel sagen, dass es den Rahmen sprengt. Ich fasse mich kurz: Das „Berlin Boom Orchestra“ war von all den fetten Headliner der letzten Jahre mit Abstand der Allerfetteste!!! Mega Texte, klasse Performance, chillige Reaggae Beats, guter Publikumskontakt, super Animationen, sehr viel Spaß und Witz und das Herz an der richtigen Stelle. Das war einfach mega legendär und es tut mir sau leid, dass ich euch von den Jungs kein Video einbauen kann, da der Bass mein Handy überrollt hat. Aber das hätte man ohnehin selbst erleben müssen.

Was noch zu erwähnen ist, ist die großartige Bilderausstellungen mit mega viel Emotion und die „Sammelzwerge“ (passender Begriff von Franzi). Also die Kids, die so fleißig Becherpfand für ein neues Bühnendach gesammelt haben, dass es mit 125 am Stück ein kleines Revival der Becherschlange im letzten Jahr gab.

Aber das war nicht alles, schließlich gibt’s ja auch noch den Sonntag…der hoffentlich zeitnah folgt.