SK-FANZINE - Schoppeklopper

Kalkwerk Festival 2018 (Samstag+Allgemeines)- Bericht

Achja… Kalkwerk. Der schöne Klassiker unter den heimischen Festivals fand am Wochenende statt und war (wie immer) großartig. Freitag ging es wie gewohnt mit Variete los. Dieses Jahr zwar leider ohne mich, aber es soll wie gewohnt fantastisch gewesen sein.

Samstag ging es dann weiter mit dem Musikprogramm. Da ich private Verpflichtungen hatte, konnte ich die Bands „Sevenleaves“, „Kaocide“, „Indicate“, „Girlpolice“ „Bloodspot“ und „Battle X“ leider nicht sehen. Sehr ärgerliche Sache. Besonders die letzten zwei sollen richtig krass abgegangen sein und ich habe keinen Grund, dass auch nur irgendwie anzuzweifeln.

Mein Samstag begann also mit der vollen Rap- Breitseite. Der gute „Polyone“ hat seinen Kumpel „Ernst Zwo“ mit an den Start gebracht und die Mission war klar: Das Kalkwerk zum Kopfnicken und die Ärsche zum wackeln zu bringen. Logo, das den Beiden das spielend gelang, denn es war einfach saugut und neben alten Songs wie Polyone`s „Naturfehler“ den es als Zugabe gab, konnten alle dargebotenen Songs überzeugen. Beim letzten Track gaben die zwei nochmal alles und ein Kasten Bier wurde vom Publikum auf der Bühne in 4 Minuten vernichtet. Mit beliebten Schlachtgesängen wie „Prost ihr Säcke“- „Prost du Sack“ war das Ende des Auftritts vielleicht nicht zwingend familienfreundlich, geil aber dafür alle Mal.

Danach wurde erst einmal Geburtstag gefeiert. Klaus Schäfer, seines Zeichens Unternehmer und Besitzer des Kalkwerk Geländes, feierte am Samstag seinen 80. Geburtstag. Das Kalkwerk dankte ihm für alles mit einem Geburtstagsständchen, an dem verschiedene Kalkwerker wie Jazzsängerin Jenny, „Deceiver“ Frontmann Daniel und viele weitere mit Soloparts teilnahmen. Ein schöner Moment, den Herr Schäfer mit großer Dankbarkeit zu würdigen wusste.

Wer letztes Jahr im Kalkwerk, auf dem Weil`s Rockt oder der Schoppeklopper Party die „Bouncing Bettys“ gesehen hat, der hat ja eine ungefähre Ahnung davon, wo der Hammer hängt. Wer sie noch nicht kennt (Gibt es sowas?) sollte sie unbedingt mal live besuchen. Ihr Ruf lässt sich kurz zusammenfassen: Partyknaller! Und diesen Ruf haben sie auch dieses Jahr weiter untermauert. Großes Kino. They love to entertain you!

Bei „The Bright Circle“ ging es deutlich gediegener zur Sache. Aber anspruchsvoller Rock mit deutschen Texten, 2 E-Gitarren und einer Akkustik Gitarre vorgetragen… das hat seine Daseinsberechtigung im Kalkwerk allemal.

Ja und dann wars Zeit für den Headliner. Dieses Jahr in Form von „Ganja Smoker Benjie“, der die „Ridm&Chop Band“ dabei hatte. Die Frage ob es gut war, lässt sich nicht so leicht beantworten. „Benjie“ selbst, gab sich größte Mühe und es war auch nicht total scheiße. Er hat gute und oft auch intelligente Texte, die sein Sprachfehler leider nur zu 25 Prozent ankommen ließen. Er hatte sichtlich Spaß… aber so richtig überzeugend war das jetzt leider eher nicht. Die „Ridm&Chop Band“ hat sich dagegen den Arsch abgespielt und ihn doch in gewisser Weise gerettet.. Am Ende war es doch ein guter und würdiger Headliner…was nicht der Verdienst von „Benjie“ sondern mehr von der mitgebrachten Band war, die einen desaströsen Auftritt abwenden konnten. Erwähnenswert noch der Spontanauftritt von Polyone. Zusammen rockt man die Crowd halt besser.

Im Kalkwerk ist es immer wieder schön. Gutes Essen, faire Preise ohne Erhöhung im letzten Jahr, Riesenauswahl und mit Liebe zubereitete Leckereien aller Art. Klasse wie immer.

Auch im Kalkwerk als Gelände hat sich seit dem letzten Festival einiges getan. Der vorher recht schlammige Weg zum Getränkestand wurde jetzt gepflastert und selbst bei schlechtem Wetter, kommt man jetzt trockenen Fußes zu seinem Bier, Äppler, Wasser etc.

Außerdem lassen sich die Toilettenkabinen im großen Gebäude am Eingang mittlerweile wieder abschließen und auch dafür gibt es einen Riesendaumen nach oben!

Genauso wie ein Riesenlike für das Kinderprogramm, die Kunstausstellung, die Ordnung und Sauberkeit auf dem Gelände und das Programm der Theaterschule. Ich selbst habe es nicht gesehen,  mir wurde berichtet, dass ich was verpasst habe.

Was ich nicht verpasst habe, war das Musikprogramm am Sonntag. Darüber, lest ihr aber erst morgen mehr.

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