SK-FANZINE - Schoppeklopper

Driven- Under the same sky (CD-Review)

Wer meine Arbeit hier regelmäßig verfolgt, der weiß, dass ich zwischenzeitlich immer mal wieder Neues ausprobiere und Berichte anders mache, als ich es sonst tue. Und genau so wird es heute sein. Ich schreibe den Bericht mal genau anders herum als sonst, das heißt zuerst kommt die Wertung und dann die Gründe.

Schoppeklopper Wertung   7/10

Es gibt 7 gute Gründe „Under the same sky“ zu mögen und 3 es nicht zu tun. Fangen wird mir den negativen an:

Grund 1:

Falsche Erwartungen. Wer die Jungs von „Driven“ kennt, der hat in der Vergangenheit oft gehört, dass sie angekündigt haben, punkiger zu werden. Jetzt ist Punk natürlich ein weit gefächerter Begriff. „Frontex“ ist Punk. „Limbo Louis and the Ladyboiz“ ist Punk. Aber auch „Green Day“ sind irgendwo Punk. Ich hatte keine genaue Vorstellung in welche Richtung sich „Driven“ bewegen werden, aber bin davon ausgegangen es wird dreckiger und straighter. Tatsächlich ist „Under the same sky“ noch poppiger als das, was die Jungs vorher gemacht haben. Vergleichbar mit „Green Day“, nicht mit „Dead Kennedys“.

Grund 2:

Es ist halt nicht mehr Driven. Das klingt hart, aber so ist es. Ich meine klar, es stehen die selben Leute auf der Bühne. Ja es ist immer noch eine verrückte Bande… aber wer wie ich nahezu verliebt in die Stimme von Ex-Sänger Daniel war, dem wird es vielleicht schwer fallen das Album zu hören, da dieser nur noch sehr selten das Mikrofon bedient und ich mich an den neuen Sänger erst noch gewöhnen muss.

Grund 3:

Jaja, ich weiß. Was jetzt kommt ist Jammern auf Höchstniveau, aber was mich enorm stört sind die Texte. Und zwar nicht weil sie schlecht wären, aber mal ehrlich. Englisch-LK ist bei mir 10 Jahre her und deswegen wäre ich SEHR dankbar gewesen, wenn die Texte im Booklet abgedruckt wären. Ist das echt so wichtig einen Punkt abzuziehen? Keine Ahnung, aber für mich fühlt es sich so richtig an.

Ja, jetzt hab ich ausschweifend davon berichtet, was am neuen Album nicht so pralle ist, aber jetzt in aller Kürze 7 Punkte, warum man es trotzdem mögen kann.

Grund 1:

„Driven“ sind und bleiben geniale Musiker, die perfekt harmonieren.

Grund 2:

„Under the same sky“ ist genau richtig produziert. Ziemlich clean, trotzdem druckvoll und frei von unnützen Schnörkeln.

Grund 3:

Das Album hat seine Highlights. Neben dem Titel-Track und dem Opener, sei besonders noch der Song „The Wall“ genannt, der mich ziemlich kickt.

Grund 4:

Schönes, fantasievolles Artwork. Ich mag die Bandpics im Urlaubsstyle sehr.

Grund 5:

Ohrwurm Effekt. Nicht bei allen beliebt. Aber wer den Titeltrack von „Under the same sky“ einmal hört, summt den ganzen Tag die Melodie. Ging zumindest mir so.

Grund 6:

Aufwand. Die Jungs haben sich einfach Mühe gegeben. Neben Songwriting und Artwork gibt es zu „Under the same sky“ und „Pizza for Breakfast“ zwei extrem gute Musikvideos mit teilweise großartigem Humor, die sich echt sehen lassen können.

Grund 7:

Sympathie. Ja, ist einfach so. „Driven“ sind einfach nette Kerle und deswegen gibt es einen Sympathiepunkt und darüber möchte ich keine Debatte hören.

Fazit:

Alles in allem gibt es doch eine Kaufempfehlung. Nur weil ich mit dem Album nicht zu 100% warm werde, wäre es unangebracht zu sagen, dass es schlecht ist. Wer auf ziemlich poppigen Punkrock steht, der wird hier nicht enttäuscht und seine Freude an der CD haben. Und wenn ich mal in mich gehe und versuche außer acht zu lassen, dass es ein Driven Album ist und mir vorstelle, es sei eine völlig neue Band… dann wären da sogar mehr als 7 Punkte drin gewesen. Wenn ich „Driven“ wäre, hätte ich dem Daniel mehr Platz bei den Background Vocals eingeräumt und das Album nicht mehr unter dem alten Bandnamen released… Aber die Entscheidung kann ich nicht fällen.

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