SK-FANZINE - Schoppeklopper

Schoppeklopper Party Volume 8- Info`s

Acht Jahre gibt es das Schoppeklopper Fanzine jetzt… und zum 8. Mal auch die Schoppeklopper Party… und das als erfolgreichstes, jährlich stattfindendes Indoor Rock Event in Weilburg. Im Weilburger Szeneladen „Zum Kanapee“ gehts wieder mal rund. 25.11.2016 ist der Termin, den ihr euch im Kalender markieren solltet. Und das wird euch geboten:

Schoppeklopper Party Volume 8

Live on stage:

Bronson A.D. – explosive Hardcore/Thrahmetal Mixtur

Deceiver- Old School Heavy Metal aus dem Kalkwerk

The First Guess- gut gelaunter College-Punk der alten schule

Limbo Louis and the Ladyboiz- Punkrock aus Überzeugung

Dazu gibt es eine neue und kürzere Variante der kostenlosen Tombola.

Moderiert wird der Abend wie immer von mir persönlich.

Für kühles Bier und tolle Location sorgt wie immer das Kanapee selbst.

Einlass ist ab 19 Uhr, Beginn kurz nach 20:00 Uhr.

Bands:

Bronson A.D.

sind eine der Hammerbands des Kalkwerks überhaupt. Mit viel Spaß an der Musik und kritischen Texten, haben sie schon vor zwei Jahren auf der Schoppeklopper Bühne überzeugt. Was ist seit dem passiert? Neue EP, neuer Bassist, neue Songs und Auftritte in der gesamten BRD. Und wer mit gebrochenem Fuß in strömendem Regen noch die Eier hat, dass Kalkwerkfestival zu rocken, der hat den Headliner Status verdient!

Deceiver

kommen ebenfalls auf den Kalkwerk und zelebrieren melodischen Heavy Metal wie in den 80er Jahren üblich. Letztes Jahr mussten sie leider kurzfristig krankheitsbedingt absagen, dafür wollen sie dieses Jahr das Kanapee Publikum zum Headbangen bringen. Ihre EP „Enter the Nightmare“ ist endlich veröffentlicht und die Crew hat soviel Bock auf euch, wie ich auf sie. Oberklasse Musiker, sexy Schlagzeuger und ein Sänger wie aus einer anderen Dimension. Überzeugt euch noch nicht? Ihr müsst sie sehen! Am Besten als Co-Headliner bei uns!

The First Guess

sind eine Weilburger Pop-Punk Band. Nach langer Pause und kaum bemerkter EP Veröffentlichung sind die Jungs endlich auch wieder live zu hören. Nach Auftritten in weiterer Umgebung auch endlich mal wieder in der Heimat. Die CD „Identities“ legt die Latte enorm hoch und ich bin froh, dass sie dieses Jahr, 3 Jahre nach dem ersten Versuch, endlich Mal bei uns zocken.

Limbo Louis & the Ladyboiz

…sind zum dritten Mal in Folge unser Opener. Anfang des Jahres haben die Jungs die legendäre Löhnberger „Chickenfarm“ renoviert und nun endlich wieder ein Dach über dem Kopf. Seitdem wurden neue Songs geschrieben, alte verbessert und fleißig geprobt. Wer jetzt Angst hat, dass bei den Jungs die Spießigkeit Einzug gehalten hat, der sei unbesorgt. Die Jungs sind so kaputt wie eh und je und wer sie die letzten zwei Jahre schon zum Kotzen fand, für den wirds richtig scheiße. Assiger punkrock at it`s best: Punklegende Sascha Suizid und seine „Limbo Louis and the Ladyboiz“.

L.E. Metal 14.10.2016- Bericht

Gestern Abend war ich das erste Mal seit ungefähr drei Jahren mal wieder in der Harmoniehalle zu Laubuseschbach. Erschreckend, wenn man überlegt, dass es Zeiten gab wo ich 3-4 Mal pro Jahr dort gefeiert habe.

„L.E. Metal“ stand auf dem Programm. Schon vor langer Zeit angekündigt und in meinen Augen mit viel Werbung vorab supported, versprach der Abend zu einem Oberhammer zu werden. Kurz nach 20 Uhr kam ich überpünktlich an und mein erster Gedanke war: „Scheiße, die armen Blizzen`s!“ Es war irgendwie nahezu gar nichts los. Das wurde im Laufe des Abends zwar noch ein kleines Bisschen besser, aber dennoch blieben die Besucherzahlen weit hinter den Erwartungen zurück. Diese waren groß. Das konnte man schon an der Tatsache fest machen, dass die Jungs die große Halle nutzten. Warum so wenig los war, ist mir ohnehin schleierhaft. Drei geniale Bands, faire 7 Euro Eintritt, ein buntes Programm für den Headbanger… Und keine Sau interessiert`s!?! Ursachenforschung bei persönlichen Gesprächen bringt auch keine klare Erkenntnis. Ja, vielleicht hätten mehr Flyer gut getan. Ja, vielleicht wäre der Samstag besser gewesen. Aber das kann alles kein Grund sein ein so geiles Event so wenig zu unterstützen.

Geil war es übrigens trotzdem. Den Abend eröffnen durften die Jungs von „Deceiver“, die mit neuem Bassist und doch nach langer Wartezeit veröffentlichten EP „Enter the Nightmare“ aus dem Kalkwerk anreisten und die Latte mächtig hoch hingen. Die außergewöhnliche Stimme von Sänger Daniel, das punktgenaue Schlagzeug von sexy Basti, der groovende Bass von Neuling Marv und die beiden Saitenschwinger Simon und Tobi in Bestform. Das Alles ergänzt durch enorm evilige Ansagen und ein Supersound vom Herr Hörschligau vor der Bühne. Es hat alles einfach enorm geil gepasst und war genau das, was ich von den Jungs immer wieder erwarte: Eine grundsolide Metalshow ohne Schnörkel mit Spielfreude „en masse“ und voller Energie. Und diese Erwartungen erfüllt „Deceiver“ immer wieder.Das erste Mal bewusst wahrgenommen habe ich den Uralt-Kracher „Battlesong“ den die Jungs als Zugabe zockten und es ist wirklich eine Schande, dass dieser nicht auf der CD zu finden ist. Absolut großes Kino! Freue mich schon auf die anstehen Shows.

Als nächstes wurde es noch eine Stufe härter und „Eraserhead“ durften die Bühne beackern. Erst als die Band anfing wurde mir bewusst, wie lange ich sie nicht mehr gesehen habe. Als Erstes ist mir aufgefallen: „Wo ist der Sänger?“ Den haben die Jungs nämlich nicht mehr, was ich persönlich sehr schade finde. Die Growls von Chris wirken auch deutlich schwächer, als die früheren und mich persönlich stört das ein Bisschen. Musikalisch war das ganze aber eine feine Sache und ging ordentlich aufs Maul. Das „Peace is for the weak“ Blizzen Cover bekommt auf jeden Fall einen Ehrenplatz in der Skurrilitäten Liste von heimischen Bands und insgesamt haben „Eraserhead“ ordentlich abgeliefert. Ich muss mich noch an die neuen Vocals gewöhnen und die allgemeine Meinung aus dem Publikum war enorm positiv, so dass sogar so Mancher die Band als Beste des Abends bezeichnete.

Kurz vor 24 Uhr war es Zeit für den Headliner, der den Abend so liebevoll organisiert hat. „Blizzen“ haben mit „Genesis Reversed“ dieses Jahr ein oberfettes Debüt-Album rausgehauen und Live packen die Jungs sowieso immer noch eine Schippe drauf. „Strike the Hammer“, „Time Machine“, „Gone Wild“, „The Beast is on your back“… Alle Gassenhauer wurden in die Menge gefeuert und trotz der schwachen Besucherzahlen haben „Blizzen“ den Spaß nicht verloren. Die Jungs gehören einfach auf die Bühne und egal wie lange die Show in der Heimat gestern war, dem Publikum war sie zu kurz. Technisch perfekt aufeinander eingespielt brillierte der Hauptact bei jedem Song aufs Neue und hinterließ einfach das einzig richtige Gefühl: Die 1980er Heavy Metal Welt lebt weiter. In den Herzen der Headbanger und in der Musik von „Blizzen“.

Alles was mir abschließend zu sagen bleibt: Danke für einen großartigen Abend an alle Bands und trotz allem wäre es schön, wenn „L.E. Metal“ keine einmalige Sache bliebe.