SK-FANZINE - Schoppeklopper

UNiQUE CONTROL SPEZIAL! (für Schoppeklopper Party Infos ein bisschen runterscrollen)

Samstag in Odersbach wars soweit: „Unique Control“, die wohl derzeit erfolgreichste Rockband heimischer Gefilde hat ihr lang ersehntes zweites Album „Oneway Paradise“ released und zur Feier eingeladen. Supported wurden sie dabei von „Weilburg TV“ und „Radio Bob“, sowie 2 großartigen Bands als Vorgruppen und dem sehr sympathischen Moderator „Dj Bob“.

Die Location war das Bürgerhaus und ich würde sagen vom Größenverhältnis her ziemlich optimal. Fürs leibliche Wohl war bestens gesorgt. Neben dem guten Krombacher Bier gabs Softdrinks und wer Hunger hatte konnte diesen mit „Burkhards bester Bratwurst“ stillen. Ansonsten war wirklich schön dekoriert mit Kerzenschein und Halloween Ananas und wem langweilig wurde, der konnte am Glücksrad von „DJ Bob“ sein Glück versuchen. Ich habe eine aufblasbare Pommesgabel Hand von Radio Bob! gewonnen, oder anders gesagt: Trostpreis.

Den Anfang machten „Raketenklee“ die als Duo ohne Bassist Ray auftraten, da der eine (Sehnen-)Scheidenentzündung hatte und deswegen nicht konnte. Auch als Duo sind „Raketenklee“ Klasse. Irgendwo zwischen Comedy und Nonsens bei den Ansagen, viel Witz und Freude und Musik auf höchstem Niveau machen sie einfach Spaß, spielten die wichtigsten Songs ihrer Karriere und überschritten die geplante Zeit deutlich. Einzig und allein die Songs „Es war Sommer“ und das Sex Pistols Cover „Anarchy in the UK“ haben mir gefehlt. Ansonsten wars super toll.

Darauf folgten „Kaya“ die das musikalische Niveau halten konnten und nicht zuletzt durch die Stimme ihres Sängers Lars verdammt international klingen. Progressiver Rock der sich allen möglichen Genres bedient und auch Lieder die die 5 Minuten Grenze überschreiten, machen sie schlichtweg genial. Daher gibts diese Woche auch noch eine längst überfällige CD Kritik über die Jungs.

Und jetzt kommt der Punkt an dem es peinlich wird: „Unique Control“… Gastgeber und Protagonisten des Abends… hab ich aufgrund anderer Verpflichtungen leider nicht gesehen. Aber die Jungs hatten super Laune, waren gut vorbereitet und daher gehe ich davon aus, dass sie die Erwartungen ihrer Fans wie immer absolut gerecht wurden und die Bude ordentlich gerockt haben.

Was unumstritten ist: Sie haben einen wunderschönen Extraklasse Abend mit tollen Gästen und großartiger Musik top organisiert. Gut gefüllte Halle, faire Getränkepreise und günstiges Preis-Leistungsverhältnis am Eintritt.

CD Review „One way Paradise“

Der Grund für die Festlichkeit war ja die Veröffentlichung des neuen Albums „One way Paradise“. Das kommt in schickem blau mit Auto, Strand und Fridgy daher. Das Cover könnte außerdem dem einen oder anderen Fussfetischisten zusagen. Der Sound ist vom Feinsten und definitiv Radio tauglich.

01 Under My Skin: Sehr poppiger Song der durch eine Tatsache sehr auffällt. Nico kann endlich ruhige Parts genial singen, ohne das das ganze komisch klingt.

02 Chase: Nächster sehr poppiger Song…Auch ihm werden noch einige folgen. Aber dieser ist textlich einfach besser. Und er rockt im Refrain deutlich mehr als der Opener.

03 Like Living Hell: Mein absoluter Favorit auf „One way Paradise“. Geiler, düsterer Text, geht kräftig nach vorne und ist musikalisch super geil. I LIKE!

04 Bygone Times: Kann auch was. Fängt sehr ruhig an und baut sich in der ersten Minute Stück für Stück auf. Im Refrain hat man es aber mit dem mehrstimmigen Gesang etwas übertrieben. Nix gegen gedoppelte Gesangsparts im Generellen, aber ihr führt es ein bisschen zu Emotionsverlust.

05 Fly: Der Song wurde bei der Veranstaltungpromo von Radio Bob benutzt. Warum… Wüsst ich auch gerne. Irgendwie ziemlich uninspiriert bildet dieser Song einen Tiefpunkt der CD. Er ist gar nicht mal so schlecht… Aber total gewöhnlich. Und das ist schade. Hervorstechen tut nur das schicke Gitarrensolo. Rettet den Song aus der Belanglosigkeit.

06 Own Way: Auch „Own way“ hält keine Überraschungen bereit, aber im Gegensatz zu „Fly“ grooven die Strophen total. Und der Text ist auch besser.

07 Just On Stage: Nächster Höhepunkt. Jeder der schon einmal irgendeinen Auftritt erfolgreich durchgeführt hat, wird diesen Text verstehen. Zudem hat er einen Riesen- Ohrwurmfaktor… Den krassesten auf „One way Paradise“. Und macht gute Laune. Und bei der Stelle „Wet panties, you see,we just entered the stage“ konnt ich mir ein Grinsen nicht verkneifen… Auf jeden Fall rockt er mächtig.

08 Useless Words: Ist auch ein härterer Song… zumindest bis zum Refrain. Dann wird das Tempo ein bisschen gedrosselt und eignet sich in Zukunft als guter Mitgröhl Song.

09 Changing Days: …ist ein ziemlich nachdenklicher, aber toller Poprock Song. Und mir gefällt die Textstelle: „grab this life by the balls“ sehr gut. Das zweite Mal, dass ich mir ein Grinsen nicht verkneifen konnte…auch wenn der Song ansonsten wie gesagt eher nicht humorig ausgelegt ist.

10 Nothing Simply Heals: Startet ziemlich hart durch, wird dann aber eher atmosphärisch… bevor er wieder härter wird. Find ich musikalisch mächtig gut und abwechslungsreich. Highlight Nummer 3!

11 Day By Day: Gute Schlagzeug Arbeit im Anfangsteil. Ansonsten hätte er auch gut auf „Allways in motion“ sein können. Besonderheit sind die Überlänge und das am Ende jeder nochmal sein Instrument in den Vordergrund setzen kann, was ich auch ganz schick finde. Ist einfach ein super Schluss für die CD.

 

„Oneway Paradise“ hält keine großen Überraschungen bereit. Wer „Allways in Motion“ nicht mochte, der wird sich auch für die neue CD nicht begeistern können. Wer „Allways in Motion“ mochte, dem wird „Oneway Paradise“ mehr als nur gefallen, weil die Jungs sich ein Stück weiter entwickelt haben und hier ein fettes Ausrufezeichen hinter den Stil setzen, den sie auf dem Vorgänger definiert haben. Während mich auf dem Vorgänger „Fridgy“ schwer begeistert hat, ist es in diesem Fall das eher düstere „Like Living Hell“ welches ich als ultimativen Anspieltipp nennen würde.

Fazit:

Wer auf Metal steht, wird an dem Album wenig Freude haben. Auch für Punks wird es eher schwer werden, ihm wirklich was abzugewinnen. Aber wer auf ehrlichen Alternative Rock mit nachdenklichen Texten steht und kein Problem damit hat die Wörter „Rock“ und „Pop“ in einen positiven Satz nah hintereinander zu nennen, der sollte sich das neue „unique Control“ Werk keinesfalls entgehen lassen. Es enthält all die Komponenten die dafür sorgen, dass die Kerle derzeit so verdammt erfolgreich sind. Und: „Oneway Paradise“ ist einen kleinen Tick besser als „Allways in Motion“. Die hatte damals 8 von 10 Punkten bekommen, also hat die neue 9 auf jeden Fall verdient:

Schoppeklopper Wertung: 9/10

 

 

3 gute Gründe „Unique Control“ zu mögen

 

1. Selbstgemachte Musik, selbstgemachte Texte

Jetzt ist es ja in Zeiten wo nach wie vor Coverbands die Region regieren ohnehin schön, dass es immer noch Bands gibt, die mit ihren eigenen Songs versuchen zu überzeugen. Wenn ich mich an den ersten UC Auftritt erinnere schaudert es mich da schon ein wenig, bei SO VIEL Covermucke. Heute,  -Jahre später-   spielen die Jungs nur noch eigene Sachen…mit ihren Gedanken und ihrem Herzblut und das, obwohl einige früher in Coverbands aktiv waren. Und das Besondere: Sie sind so erfolgreich damit, dass es sich für die eine oder andere Kirmes wieder lohnen könnte heimische Bands in ihr Zelt zu holen…Und damit haben sie mehr als nur eine Existenzberechtigung!

 

2. Sympathie

Egal wen von den Jungs man wo trifft: Sie sind immer gut gelaunt, haben immer Zeit und immer ein Grinsen auf dem Gesicht. Das ist einfach eine wunderbare Sache, gerade in Zeiten wo manche Menschen einen Blick drauf haben, der einen selbst noch weiter herunterzieht, als die Laune eh schon im Keller war. Die Jungs sind immer supernett und korrekt und selbst nervös vor Auftritten, haben sie immer ein offenes Ohr für ihre Freunde un Supporter. Und davon könnte sich noch so manche Band (auch regionale) wirklich eine Scheibe abschneiden.

 

3. Talent und Kritikfähigkeit

Es gibt sie immer noch…die Menschen in meinem Umfeld die sagen, UC würde ihr Talent vergeuden. Aber woran macht sich das fest? Sie haben Spaß, sind erfolgreich und mache viele Leute glücklich. Für mich heißt das: Talent sinnvoll genutzt. Und nebenbei ist das neue Album musikalisch stellenweise doch eine Spur anspruchsvoller als das Debüt.

Ansonsten gibt es ja viele Bands, die sehr von sich überzeugt sind und selbst konstruktive Kritik sofort abblocken lassen. Unique Control sind da anders. Sie haben ein offenes Ohr für Vorschläge und wenn sie für gut befunden wurden, werden sie auch umgesetzt…Und dazu gehört Größe… und mit diesen Worten endet die erste Spezialwoche, die ich je für eine Band gemacht habe. Zu guter Letzt:

Besucht die Konzerte, kauft euch die neue CD „Oneway Paradise“ und erzählt allen davon wenn sie euch gefällt. Diese Kerle haben es WIRKLICH verdient.

 

Die Schoppeklopper Party Volume 6- Infos und FAQ`s

So ihr Flyerleser, Facebook Nutzer, Metalheads, Punks oder einfach Freunde guter Musik,

wie ihr sicherlich bemerkt habt, gab es in diesem Frühling keine Schoppeklopper Party. Private Verpflichtungen haben es verhindert, das wir sie durchführen konnten…aber nun ist es soweit. Die Basisinfos:

 

SCHOPPEKLOPPER PARTY VOLUME 6

mit:

Blizzen

Bronson A.D.

Moppethead

+Opener: Limbo Louis and the Ladyboiz

+ Tombola

28.11.2014 Kanapee Weilburg, Einlass um 19:05 Uhr

 

Wer sind die Bands und was machen die für Musik?

„Blizzen“ besteht zu Teilen aus Ex-Mitgliedern von „Thrashtanica“. „Blizzen“ haben sich Anfang des Jahres gegründet und sind bereits jetzt in ganz Deutschland und angrenzendem Ausland gebucht. Iht Stil ist 80er Jahre Oldschool Metal. Klar, erdig, true und hymnenhaft präsentieren sich die Jungs in ihrer Show und freuen sich auf die heimische Bühne des Kanapee.

„Bronson A.D.“ gibt es auch noch nicht sehr lange. Ende letzten Jahres haben sich die Kerle um Kalkwerk Legende „Mucho“ gegründet, um nach Auflösung ihrer ehemaligen Bands (z.B. „Braindeadz“) einen Neuanfang zu wagen. Musikalisch ist das ganze eine feine Mischung aus Thrashmetal und Oldschool Hardcore. Wenn man die frühen „Metallica“ zusammen mit den „Ryker`s“ in einen Mixer wirft und ordentlich püriert, müsste das ganze so klingen wie „Bronson A.D.“. Schnell, erbarmungslos, voll auf die Fresse. Und genau das beherrschen sie bestens!

„Moppethead“ sind die Kultband schlechthin und Stammgast auf den Schoppeklopper Partys. Ihren ersten Auftritt haben sie 2009 gezockt…bei uns. 2010 sind sie ungeplant als Nachrücker für eine andere Band ins Programm gerutscht und seitdem sind sie jedes Jahr dabei und wie jedes Jahr sind wir wieder total happy über ihre Zusage. Früher definierten sie ihren Stil als „ironischen Seitenhieb auf den aggressiven Deutschpunk der 80er Jahre“, heute bezeichnet dies die Kurzform „Comedy Punk“. Die Jungs klingen nach Slime in billig, sind grandios in allem was sie tun, hochgradig unterhaltsam, Zuschauermagneten und Stimmungskanonen. Das einzige was man nicht tun sollte, ist sie ZU ernst zunehmen. Sie sind wie sie sind und es ist WIRKLICH Absicht, dass sie SO klingen. Dieses Jahr waren Feierlichkeiten zu ihrem 10jährigen Bandjubiläum gedacht…Die gab es nicht, aber dafür ein Exklusivkonzert auf der SK Party.

Unser Opener „Limbo Louis and the Ladyboiz“ sind eigentlich gar nicht soweit von „Moppethead“ entfernt, aber trotzdem weit weg. Kein deut schlechter, kein Deut besser aber Punks mit Herzblut. Die Besetzung besteht aus ehemaligen „Sekretstau“ Bandmembers, sowie dem Regio Rock Fan „Sassan“, den man bestimmt schon häufig vor der Bühne gesehen hat. Sie selbst bezeichnen ihren Stil als „Postkutschen Punk“. Ich sage dazu nur: „Keiner macht es so wie wir, Assi Punk und ab dafür“!

Wie komme ich am Besten hin?

Ins Kanapee am Besten mit dem Auto: Im Navi „Spielmannstrasse“ eingeben…Parkmöglichkeiten gibt es massenweise(Aber vorsichtig, dass ihr keine Einfahrten blockiert, die Leute werden da ganz schnell pissig). Auch mit dem Zug kann man Weilburg (RMV Gebiet) gut erreichen und dann müsst ihr bergauf laufen. Falls ihr Passanten fragen wollt, fragt nach den Krankenhaus.

Was hat das mit der Tombola auf sich?

Jeder Besucher nimmt automatisch an einer kostenlosen Tombola teil. Euer Los bekommt ihr am Eingang. Zu gewinnen gibt es Bandmerch, Sexspielzeug und andere lustige Dinge.

Wie ist es mit den Getränkepreisen?

Günstige Kneipenpreise. Für die Bewirtung ist das Kanapee zuständig.

Muss ich noch was wissen?

JA! Erster Punkt: Die Party findet drinnen statt und nicht draußen. Wenn ihr mal frische Luft schnappen wollt ist das okay, aber vermeidet bitte riesige Menschenansammlungen vor dem Kanapee. Bitte lasst außerdem die Gläser drinnen und eigene Getränke zuhause!

Die Musik der Schoppeklopper Partys ist GEMA frei, weil die auftretenden Künstler eigenes Material zocken. Wer auf Coverrock steht, ist bei uns leider an der falschen Adresse.

Für Hörschaden und sonstige Unfälle/Gesundheitsbeeinträchtigungen wird nicht gehaftet und ihr seit auf eigene Gefahr dort.

 

Ich hoffe, das nun alle Unklarheiten beseitigt sind…wenn nicht schreibt mir auf unser Facebook Fanseite „Schoppeklopper Fanzine“. Falls noch nicht geschehen: Bitte liked uns! Wir freuen uns wie Bolle auf den Abend und ich hoffe auf zahlreiches Erscheinen. Ihr werdet es nicht bereuen!

 

Cheers

 

Marcel