SK-FANZINE - Schoppeklopper

Pell Mell Festival Obererbach, 05./06.09. 2014- Bericht

So. Fertig geschafft. Bye,bye lieber Sommer, wo auch immer du dich im August aufgehalten hast. Servus Herbst! Ja, es ist wahr. Der Sommer ist vorüber und damit auch die diesjährige regionale Open Air Festival Saison. Nach einem gewohnt tollen Kalkwerk Festival, einem herausragenden Seepogo und einem Top Tells Bells fand sie am letzten Wochenende wie immer ihren krönenden Abschluss auf dem Pell Mell Festival in Obererbach.

 

Allgemein lässt sich schon mal sagen: Rundum tolles Wochenende. Günstiger Eintrittspreis, günstige Getränkepreise und leckeres Essen vom Dönerspieß und an der Rockwurschdbud. Zu bemängeln gibt es wenig. Ich persönlich fand es schade, dass es dieses Jahr kein Mate Tee zu trinken gab und das die Anzahl der Stände leider abgenommen hat. Pell Mell hieß für mich auch immer Haribo und CD`s. Beides gibt es nicht mehr. Das ist zwar sehr schade, aber bei einem derart familiären Festival ist es halt nicht einfach seine Waren an den Mann zu bringen. Musik gab es natürlich auch und die war dieses Jahr wirklich überragend.

 

Die Bands:

 

Das Festival am Freitag eröffnen durften „Stereoview“,die sehr sympathische deutsche Rockmusik mit nachdenklichen Texten machen und bei weitem nicht nur mit ihrem „Junimond“ Cover brillierten. Ein absolut gelungener Auftakt und mich würde es nicht wundern, wenn die Jungs in ein paar Jahren einen Platz in den Charts einnehmen würden. Das die Pell Meller einen Riecher für junge Talente haben, haben sie ja schon früher bewiesen als „Jupiter Jones“ lange vor Radio Rotation und Major Deal dort auftraten.

 

Schon die zweite Band stellte einen ersten Höhepunkt dar. „Buffet of Fate“ kannte kaum jemand, aber viele bezeichneten sie als „Überraschung des Festivals“. Die enterten die Bühne lustig verkleidet und sind total liebenswert bescheuert. Vom Planeten „Porno“ sind sie angereist um uns mit „Quatschcore“ für die ganze Familie zu unterhalten. Zu beschreiben ist das ganze eher schwierig, aber wer „Vengaboys“ Intro`s einstreut und über lange schlafen singt hat jede Unterstützung verdient. Ganz ganz großes Kino. Superlustig!

 

Weiter gings mit „Any given day“. Die waren hart, aber in meinen Augen nicht gerade außergewöhnlich. Respekt für das mehr als geile Rihanna Cover.

 

Irgendwann passiert es mir, dass mir zu manchen Bands nichts mehr einfällt. Eine davon ist „Destination Anywhere“. Die sind und bleiben einfach geil, gehören weiterhin aufs Pell Mell und wenn dem so ist, sollten sie auch in den nächsten Jahren das „Everybody“ Backstreet Boys Cover nicht weglassen. War geil!

 

Im Anschluss folgte „Napoleon“ die sofort das Publikum eroberten (haha) und viel jünger waren als ich angenommen hab (hahahaha). Was mir von ihnen im Gedächtnis geblieben ist? Auf jeden Fall Hammer Shouts!

 

Mr. Irish Bastard sind und bleiben große Klasse. Ich würde ihr Zeug beschreiben als „irische Trinkermentalität in Liedform“. Wem das zu komplex ist… Kräftiger Rock mit schönen Melodien. Abgemischt waren sie super, aber ich muss anmerken: Die Flagge auf dem „Seepogo“ war deutlich schöner als die, die sie aufs Pell Mell mitgebracht haben.

 

Noch vor Mr. Irish Bastard ist mir mitten auf dem Gelände ein nackter Mann begegnet. Musste ich einfach erwähnen. Info für die Frauen: Figur mager, Schwanz groß

 

Betraying the Martyrers waren sicherlich gut, aber ich hab sie leider nicht mehr gesehen.

 

Den Samstag eröffneten „Johanna und Fabio“ die mit ruhigen Klängen auf den Tag einstimmten… leider noch vor sehr wenig Publikum.

 

Kaum besser hatten es die Lokalmatadore von „VMZT“, aber auch da weiß ich nicht was ich noch schreiben soll. Schreib ich das Gleiche wie immer: Sie waren super toll und haben „Newconomy“ gespielt…eins meiner Top 3 Regio Rock Lieder EVER!

 

Was von „Pay no Respect“ aus England hängen geblieben ist: Ein wahnsinnig guter Schlagzeuger. Chapeau!

 

Während „War of ages“ und „The Acacia strain“ zockten, hab ich mal den Zeltplatz abgecheckt. Nah am Bach, schick eingeteilt und einfach sehr viel stilvoller als der Alte. Da hat sich mal jemand Gedanken und alles richtig gemacht! Stimmung dort war super!

 

Wieder auf dem Gelände zurück kam ich gerade rechtzeitig zu „The Bandgeek Mafia“… der Regen leider auch. Trotzdem hat es total Spaß gemacht, auch wenn ich sie nicht als Skaband bezeichnen würde. Amipunk mit Bläsern und eingestreuten Shouts triffts eher denke ich. War echt richtig klasse und ich bin extrem überrascht über die Vielseitigkeit der Truppe.

 

Mit „Le Fly“ kommen wir zu meiner persönlichen Überraschung des Festival. Wieso zur Hölle hab ich die noch nicht gekannt? Es war eine großartige Stimmung die sie gemacht haben, so geil das sogar der aufblasbare Orca-Wal abgegangen ist. Sie selbst bezeichnen ihre Musik unter Anderem als „St. Pauli Tanzmusik“. Ich würde sagen es klang wie die Mischung aus einer erstklassigen Ska-Punk Band und „Frittenbude“ (Die Band, nicht der Imbiss). OBERHAMMER!

 

„Shadows fall“ sind super schnell beschrieben: Wild, brachial und einfach…SAUGUT!

 

Headliner waren die auch auf dem Wacken Open Air gern gesehenen „Unearth“. Und das ist Metal vom Feinsten. Was soll man sagen? Wenig cleaner Gesang (gut), super Stimmung, großartige Performance und einfach mächtig. Ich würde sie als einer der besten Pell Mell Headliner ever beschreiben. Schade irgendwie, dass sich das Publikum kaum bewegt hat, aber das ist der Band nun wirklich nicht vorzuwerfen. Ob es mir nur so vorkam weiß ich nicht… aber irgendwie wirkte der Sound ziemlich leise. I don`t know. Auf jeden Fall ein würdiger Headliner.

 

 

Ja. Das wars für dieses Jahr mit Sommer Open Airs. Das Pell Mell konnte wirklich glänzen. Freundliche Security, geiler Zeltplatz 2.0. super organisiert und eine geniale Bandauswahl…Eigentlich wars wirklich fürstlich und kaum zu toppen… wenn mir nicht eine Sache sehr auf den Magen geschlagen wäre, die ich aber nicht der Orga, sondern nur der einzelnen Person ankreiden will:

Man bestellt 2 Ficken. Es ist dunkel. Man sieht nichts. Trinkt auf Ex. Es war Jägermeister. Man beschwert sich. Ansage der Person: „Kann ich nix dafür“. Man versucht es mit dem Kompromiss: „Es war deine Schuld. Ich geb dir 3 Bons, du mir statt einem 2 Ficken“. Die Antwort fällt unfreundlich und epsch aus mit der Ausrede „auf der Flasche stand aber „Ficken“. Sorry…aber das geht mal GARNICHT. Es war die Schuld der Bedienung, nicht meine und dann soll ich für den Ersatz den kompletten Preis zahlen??? Das Pell Mell war wunderbar, aber so eine Scheiße geht wirklich gar nicht. Sorry, das diese Anmerkung den komplett positiven Grundton des Berichts ruiniert, aber das musste wirklich noch raus.

 

Aaaaber wie gesagt: Mehr negative Kritik hab ich nicht vorzubringen, die Orga hat alles richtig gemacht und wer es dieses Jahr verpasst hat…SEE YOU NEXT YEAR!!!!!