SK-FANZINE - Schoppeklopper

Seepogo 2014- Bericht

Wie jedes Jahr fand auch dieses Jahr am „Lago Alfredo“ in Selters Münster wieder das Seepogo Festival statt. Letztes Jahr verschlug es mich wegen „Slag Heap“ und „Carry all“ das erste Mal hin…und hängen geblieben war ein Strauss schlechter Erinnerungen. Neben lauwarmen Getränken und einer sehr Hardcorlastigen Bandauswahl gab es einen Riesenmakel, der wirklich unverzeihlich ist: Scheppernder, druckfreier Sound. Ich habe mit Mitgliedern des „Kulturverein Lago Alfredo“ gesprochen und diese meinten, der Sound wäre echt gut gewesen…Nein.
Und trotzdem bin ich wieder da gewesen.Meine Eindrücke zu 2014:

Eintrittspreis Abendkasse betrug 9 Euro und das geht vollkommen klar. Für 6 Bands ist es sogar ziemlich günstig, besonders wenn man beachtet, das ja auch einige überregionale Bands gezockt haben. Die Getränke waren kälter und insgesamt wohlschmeckender als im letzten Jahr. Der Preis von 1 Euro je 0,2 Liter ist mehr als prima und wer vor 18 Uhr da war, bekam sogar ein Märkchen (=1 Bier oder Softdrink) gratis. Was ich wiederum ziemlich schade fand, ist das der Imbiss mit der geilem Bärlauchwurst vom letzten Jahr dieses Mal nicht da war, aber die Burger von „Sassen`s“ sind auch eine leckere Sache.

Und nun zu dem Punkt, der fast der Grund gewesen wäre, dieses Jahr nicht zu erscheinen. Dieses Jahr: Oberhammer-Top-Fett-Bombe! Ohne Scheiß! Ich weiß echt nicht, was da letztes Jahr schief gelaufen ist, aber der Sound dieses Jahr hat mehr als nur überzeugt und war teils besser, als auf größeren Festivals. Regional und Überregional.

Musikprogramm:

Angefangen hat es mit „Die Hard“. Gerüchten zufolge der letzte öffentliche Auftritt der Jungs. Wär schade. Mal abgesehen davon, dass ich sie eigentlich immer ganz gut fand, finde ich sie seit die meisten Texte auf deutsch sind und mit politischen Ansagen gepaart werden noch viel besser. Ich weiß, dass die Jungs mich nicht mögen und ihnen meine Meinung am Arsch vorbei geht, aber trotzdem ist und bleibt es halt gute Mukke.

Weiter gings mit „Whiteout Alley“… und somit mit der einzigen Band die ich irgendewie so gar nicht gebraucht hab. Relativ uninspirierter Ami Punk, gepaart mit einigen Shout einlagen, für die die Stimme des Sängers doch irgendwie viel zu dünn war. Irgendwie schon verzichtbar.

„Visions Only“ haben einfach mal wieder gut getan. Viel zu lange haben sich die Hardcore-Punk Helden unserer Region verschanzt um neue Songs zu schreiben. Frisch wie lange nichtmehr, haben sie die Bude gerockt und neben den wichtigsten Klassikern (ohne Songs der „Show your scars“), gab es 3 frische Songs auf die Ohren,die absolut überzeugen konnten, Spaß gemacht haben und auf mehr hoffen lassen. Laut Bassist Britt, soll die neue CD aber noch vor Weihnachten erscheinen. Außerdem gibt’s ja auch auf jeden Fall noch die obligatorische Show auf dem Tells Bells.

„VMZT“ ist und bleibt einfach ein Standard auf den heimischen Open Airs und nach wie vor brauchs 3 Dinge die zu erfüllen sind, dass es gut wird. 1. Der Song „Over the Rainbow“, 2. Gratis CD`s die ins Publikum geworfen werden und 3. (mein persönliches Highlight) der Song „Newconomy“, den ich immer noch als das Meisterstück der Band bezeichnen würde. Alle Kriterien wurden erfüllt. Schööööön!

„The Prosecution“ habe ich nicht erkannt und mit „HARDCORE“ gerechnet. Stattdessen machen die Kerle aber „SKACORE“. Und das hochbrilliant. Gute Laune, Politik, Spielfreude, Bläser, Punkrock, High Energy Bühnenshow…das alles super abgemischt und man punktet zu 100% beim Publikum die es mit Pogo und Tanz gedankt haben. Die würde ich sehr sehr sehr gerne wieder sehen. Für mich DIE Überraschung des Festivals und mein persönliches Highlight!

„Mr Irish Bastard“ kennt der geneigte Festival Besucher schon vom Tells Bells und wird sie dieses Jahr noch auf dem Pell Mell erleben könnten. Die „School of Drinking“ zeigte sich bestens gelaunt so wie man sie kennt: Irish Folk Punk mit charakteristischer Highland Flöte und der Extra Portion gute Laune. Ich freu mich auch aufs nächste Mal.

Es bleibt eigentlich nicht mehr viel zu sagen, außer einen ganz großen Respekt an das Seepogo Team, die in 12 Monaten so viele Fehler ausmerzen konnten, das es wirklich eine Freude war dieses Jahr dort zu sein. Wenns nächstes Jahr wieder so geil wird, wird der Münsterer Seepogo zum neuen Pflichttermin und reiht sich in die „Most Important Festival Liste“ neben dem Tells Bells, Pell Mell und Kalkwerk ein. Super klasse. Und Publikum sollte ja auch genug vorhanden gewesen sein:-)