SK-FANZINE - Schoppeklopper

Bloodspot- BY THE HORNS (CD Review)

Sodele! Erste CD-Review in 2014: Bereits Ende des letzten Jahres haben unser SK Headliner von 2013 ihr neues Album „BY THE HORNS“ rausgebracht und ihr meine Eindrücke:

 

„By the horns“ ist nun mittlerweile der dritte Silberling von „Bloodspot“ nach der „The Demon EP“ und dem Album „Embrace the end“. Aufgenommen wurde, wie auch die beiden Vorgänger, bei Markus Teske im BaZement Studio, der auch schon bei den anderen Platten für ordentlich Druck im Sound gesorgt hat. Besonders ist an „By the horns“ natürlich, das es das erste Werk mit dem Pete als Vocalist ist. Das Artwork, das ebenfalls auf seine Kappe geht sieht ordentlich aus, passt zum Albumtitel und ist kreativ. Was mir persönlich fehlt ist ein Bandpic. Es gibt Leute die darauf keinen Wert legen, aber ich finds eigentlich immer ganz schick.

 

Die Tracks:

…and they brought gold:

Weniger als 2 Sekunden dauerts bevor der Opener los kracht und von vorneherein das ankündigt, was die restlichen 8 Tracks beinhalten. Highspeed Thrash- und Deathmetal mit knallendem Sound. Einziges Manko ist das Solo, was für meinen Geschmack ne Spur schneller sein dürfte…Tut dem Song aber kein Abbruch.

the legend of Butch Miller:

In der einen oder anderen CD Kritik als bester Song hervorgehoben, wird Butch Miller nicht zuletzt aufgrund von Petes Shouts und den grandiosen Gitarren in der Hook allen Erwartungen gerecht. Die Geschwindigkeit wurde, wenn auch kaum merklich, etwas gedrosselt auch Bass/Schlagzeug ist genial eingesetzt. Definitiv ein Höhepunkt der Scheibe.

by the horns:

Der Titeltrack zudem es auch ein recht illustres Video gibt steht den beiden Vorgängern in nichts nach. Sehr geile Backing Vocals, die anständige Abwechslung und der enorme Ohrwurmfaktor lassen das viel zu kurze Stück (2:19min) in Glanz erstrahlen. Ohrwurmfaktor? Jap. Ich weiß nicht wie viele Fahrradfahrer ich in der letzten Wochen vom Sattel geschmissen hab, weil ich ihnen ein „BY THE HOOORNS“ entgegen gebrüllt hab.

burst black:

baut sich zu Beginn erstmal auf… avanciert dann zum dreckigen Prügelstück und verfügt über mit die besten lyrics auf der Platte.

death down there hold my approach:

Fängt da an, wo „by the horns“ aufgehört hat. Schleppender, druckvoller Midtempo Song. „I will die, I die first“ hat irgendwie Hymnen Charakter. „WASTEEEEED“ blieb mir auch stundenlang im Kopf und das oberfette Solo ersetzt das vom Opener. Passt hier auch zum Tempo.

volcanos:

Ist eins der längsten Stücke und glücklicherweise, auch mein absoluter Favorit auf dem Album. Die ersten eineinhalb Minuten stellen die Musik deutlich in den Vordergrund, der Pete hat mal Zeit zum atmen und ich kann mir nicht helfen, aber ich finde irgendwie hört man dem Song an, dass ein Bassist ihn geschrieben hat. Der Blick ins Booklet bestätigt den Eindruck. Volcanos lebt von der präzisen Rhythmusfraktion.

enter the grey:

Nachdems bei den letzten beiden Songs eher druckvoll im Tempo war, geht enter the grey wieder (zumindest teilweise)mit ordentlich Geschwindigkeit nach vorne. Ich kann ehrlich gesagt nicht genau sagen, welche Bloodspot Version mir besser gefällt und/oder wo die Kernkompetenz liegt.

death illusion:

…ist der letzte der neuen Songs und ein würdiger Abschluss. Neben dem Marius Vent, darf auch der Howdie hier noch ein Solo runterfrickeln und an und für sich wird das Album nochmal ordentlich zusammengefasst. Gibt auf jeden Fall nochmal ordentlich auf die Fresse.

far from innocence `13:

Hier gibt’s den besten Song der „The Demon EP“ noch einmal in neuem Gewand mit neuem Sänger. Der macht das alles ordentlich, beweist nochmal dass er den Dom nicht nur ersetzt, sondern sogar ne Schippe mehr auf die Qualität von Bloodspot draufgepackt hat und die beste Entscheidung bei der Wahl zum neuen Sänger gewesen ist.

 

Fazit:

Bloodspot präsentieren mit „by the horns“ ein wirklich amtliches Werk. Perfekt für alle, die den Soundtrack zu einem ordentlichen Aggressionsschub suchen oder einfach mal wieder den Kopf (mit den Hörnern dran?) kreisen lassen wollen. „By the horns“ überzeugt durch ein perfekt eingespieltes Team, Abwechslung und Vielschichtigkeit. Ein rundum gelungenes Album, was die Jungs noch einen kleinen Schritt weiter in „International Standard“ bringt, was auch der ein oder andere bestätigte Festivalauftritt darlegt. Kleine Abzüge gibt’s fürs fehlende Bandpic (sorry, aber ich finds echt schade) und für das nicht wirklich perfekte Solo im Opener. Es bleiben ziemlich knausrige, aber sehr deutliche

 

Schoppeklopper Wertung:

 

9/10