SK-FANZINE - Schoppeklopper

Visions Only -Show your scars- CD Review

Viel promoted, z.B. mit Auftritten beim Seepogo und Tells Bells, sowie einer Recording Doku, erschien bereits im Spätsommer die neue Scheibe von „Visions Only“, die mit einem schicken Design(das nicht gerade entfernt an Metallica erinnert), sowie 8 neuen und durchweg sehr ungewohnt metallischen Tracks aufwartet und jetzt auch bei einer „Spät-Release Party“ dem heimischen Publikum, dass nicht auf große Festivals steht, vorgestellt wurde. Für 8 Euro gibts die Scheibe zu erwerben und ist somit nicht teurer als ein durchschnittlicher I-Tunes Song.

Die Songs

o1 The three commandments

Mit sanften Tönen startet die CD. Schnell wird klar: das war nur das Intro. Es geht Ruckzuck und 100 Prozent auf die Fresse. Im Text gehts wohl darum, dass Leben so zu nehmen wie es ist, mit allen Höhen und Tiefen… und einer Double Bass- Drum. Dazu kommt noch die Liebeserklärung „I will protect you till the very end“. Bei der Another Chapter hab ich einen Song, der für Muddy`s Kind bestimmt war als Liebeserklärung fehlinterpretiert. Bevor ich mich wieder vertue, distanziere ich mich von jeder Interpretation für wen der Song ist.

02 Twisted Mind

Der zweite Song macht musikalisch da weiter wo der erste aufgehört hat. Mit geilem Gitarrensound und Double-Bass Drum gehts weiter.Meine Interpretation des zweiten Tracks: es geht um eine Person, die der Protagonist des Liedes mal kannte, die sich allerdings ins Negative verändert hat, arrogant wurde und nun neue „Freunde“ hat

03 Superficial witch

Hier gehts um die größte Krankheit der Gesellschaft. Konsum und Kaufen, Kaufen, Kaufen… egal ob man die scheiße braucht oder nicht. aber so ist das und „Visions Only“ bringens textlich verdammt geil auf den Punkt. Und das ganze mit aggressiver Mucke und einem so geilen Solo ab 3:37, dass mir voll einer abgeht.

04 Nothing left behind

Eine Ode an die quasi perfekte Freundschaft wird hier besungen. Richtig geil ist die „abgehackte“ Bridge und auch der Gesang klingt freundlicher als auf den vorangegangenen Songs. An Härte wurde hier trotzdem nichts eingebüßt. Einer der meiner Meinung nach geilsten Tracks des Albums.

05 Judgement day

Jeder muss mal bezahlen für das was er sagt und tut. Näher krieg ich den Text echt net auf die Kante. Aber so kann jeder selbst interpretieren. Aggressive Strophen mit melodischem Refrain, hier kommt der gute alte Hardcore Punk von VO noch zur Geltung. Und trotzdem wieder Gitarrensolo. Richtisch fett.

06 Handful of certainity

Vermutlich hat auch dieser Text wie eine Liebeserklärung in sich. Ich verstehe ihn so, dass der Protagonist seine Unsicherheit verbirgt („Dealing with my insecurity no more“) und für die Person, die angesprochen ist da ist („I`m fighting like a lion“). Und jeder ders kennt weiß, was für ein schönes Gefühl es ist, für jemand da sein zu können. Ziemlich geil find ich hier den gesprochenen part. Trotzdem nicht unbedingt mein Favorit auf der CD.

07 Final breath

Könnte man textlich gesehen als eine Mixtur aus den Tracks 1+3, bloß eben mit negativer Schlagseite sehen. Und schon wieder ein Giarrensolo was sowas von godlike ist, dass ich net die Worte finde ums zu beschreiben. Sehr nice auch der mehrstimmige Gesang.

08 Living hell

Alkohol oder Drogensucht werden in diesem Song behandelt. Scheint an eine bestimmte Person zu gehen. Der erhobene Zeigefinger, aber ist ja manchmal nicht schlecht. Ohrwurm Refrain und Outro inklusive.

Ok. Punkt 1: Die Scheibe ist geil, auch wenn auf liebgewonnene Charakteristika wie (Gang-)Shouts verzichtet wurde. Dafür wurden allerdings neue, metallischere Gegenstände mit reingenommen. Die zigmal erwähnten Gitarrensoli und die Double-Bass fügen sich gut zu mehrstimmigem Gesang, der diesmal mehr vom Muddy als vom Chris kommt, so wie ich das sehe. Da „Visions Only“ ja eine verdammt gute Band sind und alle 4 ihre Instrumente perfekt beherrschen, finde ichs definitiv auch geil, dass die einzelnen Songs vermehrt Instrumental- Passagen beinhalten. Die Produktion ist für eine „D.I.Y.“ sehr sehr geil geworden, aber kommt hat stellenweise trotzdem nicht an die eines „echten“ Studios ran. Gemixt und gemastert wurde übrigens vom Schlagzeuger Matthi.

Fazit: eine geile Metalplatte mir fantastischen Parts und wenig zu beanstanden. Visions Only in härter. Gute Sache.

Ergibt eine Schoppeklopper Wertung von

 

9/10

Kaufempfehlung inklusive!

 

Kritiken und andere Textinterpretationen gerne ins Gästebuch!

 

Cheers

 

 

 

 

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