SK-FANZINE - Schoppeklopper

Pell Mell 2011 Samstag- Bericht

 

Am Samstag gab es als erste einen „Coldwatereffect“, die laut IsettaJens „schön ruhig waren“. Ich denke der Mann erzählt keinen Blödsinn und deswegen vertrau ich ihm auch hier.

Weiter gings dann mit „Halo in Pause“ die ich seltsamerweise für eine Hardcore Band gehalten habe. Wie ich darauf komme, weiß ich auch nicht so genau, aber am Ende haben sie grundsoliden, technisch großartigen Progressive Rock gespielt.

„Jack`s Basement“ waren mir leider bis dato kein Begriff, aber ich bin der Überzeugung, daß man von der Band noch viel hören wird. Spaßbringend, frisch und super!

Im Gegensatz zu „Halo in Pause“ sind „Their Decay“ WIRKLICH eine Hardcore Band und wissen ihr Handwerk ebenfalls so gut zu beherrschen wie „Halo in Pause“ ihres.

„Destination Anywhere“ sind Tradition aufm Pell Mell und DIE Skaband des Westerwaldes schlechthin. Die Jungs haben Spaß an dem was sie tun und das machen sie auch auf der Bühne immer wieder deutlich. Dazu nimmt man noch den gehörigen Heimvorteil und ich muß wohl nicht mehr sagen, daß es mal wieder ein großartiger Auftritt war, oder?

„Massendefekt“gehören zur Elite des modernen Deutschpunks und sind politisch, kritisch und Live einfach unfassbar. Ehrlich gesagt war ich im Vorfeld etwas enttäuscht vom Punk Anteil des Pell Mell 2011, wo doch letztes Jahr „Rasta Knast“ und „Fahnenflucht“ performten. Aber beim Auftritt von „Massendefekt“ war das alles vergessen, weil diese Jungs sowas von dermaßen abgehen, dass sie locker 3 Bands ersetzen könnten. Die Belohnung folgte prompt und so gab es erste „Zugabe Rufe“ vom Publikum.

Punkt 20:50 Uhr kamen „Six Reasons to kill“ auf die Bühne und machen dass, was sie am Besten können: Metal. In Fachkreisen wird die Band auch oft scherzhaft „Six Reasons to brüll“ genannt, was ich den Personen nicht verübeln kann. Trotzdem geht mir die Band ab wie sau und ich bin verdammt froh, sie nach mehreren Jahren endlich mal wieder live gesehen zu haben. Jaaaa, sie haben mir gefehlt.

Co-Headliner am Samstag waren „Born from pain“, die in unserer Gegend ein hohes Ansehen genießen. Im Hintergrund lief ein schwarz-weiß Filmchen von prügelnden Polizisten, aufgebrachten Demonstranten und das passt zur Musik und den Texten.Zwischendurch gab es mehr oder wenige tolle Ansprachen des Sängers. Das man seine Ziele verfolgen und sich nicht von der Politik und dem System fertig machen lassen sollte, unterschreibich gerne. Aber das wir im Kopf alle gleich sind halt ich für totalen Blödsinn. Und an der Stelle sei erwähnt, dass nicht nur ich das so sehe.

Als Letztes und damit auch als Headliner standen „Sondaschule“ auf dem Programm. Party Ska zum Schluß: Gute Idee. Die Texte fand ich zwar noch nie sonderlich lustig, aber es war ein würdiger Schluß für ein fantastisches Festival und nochmal Gelegenheit sich auzupowern.

2300 Besucher können nicht irren: Logistisch prima, organisatorisch Top, faire Essens und Getränkepreise, eine tolle Atmosphäre, ein reichhaltiges Speisenangebot, wunderbare Bands und Künstler. Das beste Pell Mell ever und wir freuen uns wie die Sau aufs nächste Mal und bedanken uns im Besonderen bei Andre Wellmann für die Mühe, Zeit und Arbeit die er in das Event gesteckt hat, welches uns auch 2011 so viel Freude bereitet hat!

2012 wir kommen!

Cheers

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