SK-FANZINE - Schoppeklopper

Rock gegen Rechts: Dieses Wochenende in Laubuseschbach

Unter dem Motto „6 Bands- 1 Ziel: Nazis wegrocken“ geben sich am Samstag den 01.10.11 in der Harmoniehalle gleich 7 Bands die Ehre (man beachte an dieser Stelle nochmal das Motto:-)). Mit dabei sind u.A. unsere Freunde von „Saque“, die legendären „Slag Heap“, die großartigen „Raketenklee“ und die heimische Thrashmetal Elitetruppe von „Thrashtanica“. Karten gibts für 5 Euro im Vorverkauf bei der FMG in Weilburg oder für 6,50 Euronen an der Abendkasse. Die Hälfte davon wird an den Verein „Exit- Wege aus dem Rectsextremismus“ gespendet. Also feiert für den guten Zweck und erscheint zahlreich!

 

Bis Samstag

 

Cheers

Pell Mell 2011 Samstag- Bericht

 

Am Samstag gab es als erste einen „Coldwatereffect“, die laut IsettaJens „schön ruhig waren“. Ich denke der Mann erzählt keinen Blödsinn und deswegen vertrau ich ihm auch hier.

Weiter gings dann mit „Halo in Pause“ die ich seltsamerweise für eine Hardcore Band gehalten habe. Wie ich darauf komme, weiß ich auch nicht so genau, aber am Ende haben sie grundsoliden, technisch großartigen Progressive Rock gespielt.

„Jack`s Basement“ waren mir leider bis dato kein Begriff, aber ich bin der Überzeugung, daß man von der Band noch viel hören wird. Spaßbringend, frisch und super!

Im Gegensatz zu „Halo in Pause“ sind „Their Decay“ WIRKLICH eine Hardcore Band und wissen ihr Handwerk ebenfalls so gut zu beherrschen wie „Halo in Pause“ ihres.

„Destination Anywhere“ sind Tradition aufm Pell Mell und DIE Skaband des Westerwaldes schlechthin. Die Jungs haben Spaß an dem was sie tun und das machen sie auch auf der Bühne immer wieder deutlich. Dazu nimmt man noch den gehörigen Heimvorteil und ich muß wohl nicht mehr sagen, daß es mal wieder ein großartiger Auftritt war, oder?

„Massendefekt“gehören zur Elite des modernen Deutschpunks und sind politisch, kritisch und Live einfach unfassbar. Ehrlich gesagt war ich im Vorfeld etwas enttäuscht vom Punk Anteil des Pell Mell 2011, wo doch letztes Jahr „Rasta Knast“ und „Fahnenflucht“ performten. Aber beim Auftritt von „Massendefekt“ war das alles vergessen, weil diese Jungs sowas von dermaßen abgehen, dass sie locker 3 Bands ersetzen könnten. Die Belohnung folgte prompt und so gab es erste „Zugabe Rufe“ vom Publikum.

Punkt 20:50 Uhr kamen „Six Reasons to kill“ auf die Bühne und machen dass, was sie am Besten können: Metal. In Fachkreisen wird die Band auch oft scherzhaft „Six Reasons to brüll“ genannt, was ich den Personen nicht verübeln kann. Trotzdem geht mir die Band ab wie sau und ich bin verdammt froh, sie nach mehreren Jahren endlich mal wieder live gesehen zu haben. Jaaaa, sie haben mir gefehlt.

Co-Headliner am Samstag waren „Born from pain“, die in unserer Gegend ein hohes Ansehen genießen. Im Hintergrund lief ein schwarz-weiß Filmchen von prügelnden Polizisten, aufgebrachten Demonstranten und das passt zur Musik und den Texten.Zwischendurch gab es mehr oder wenige tolle Ansprachen des Sängers. Das man seine Ziele verfolgen und sich nicht von der Politik und dem System fertig machen lassen sollte, unterschreibich gerne. Aber das wir im Kopf alle gleich sind halt ich für totalen Blödsinn. Und an der Stelle sei erwähnt, dass nicht nur ich das so sehe.

Als Letztes und damit auch als Headliner standen „Sondaschule“ auf dem Programm. Party Ska zum Schluß: Gute Idee. Die Texte fand ich zwar noch nie sonderlich lustig, aber es war ein würdiger Schluß für ein fantastisches Festival und nochmal Gelegenheit sich auzupowern.

2300 Besucher können nicht irren: Logistisch prima, organisatorisch Top, faire Essens und Getränkepreise, eine tolle Atmosphäre, ein reichhaltiges Speisenangebot, wunderbare Bands und Künstler. Das beste Pell Mell ever und wir freuen uns wie die Sau aufs nächste Mal und bedanken uns im Besonderen bei Andre Wellmann für die Mühe, Zeit und Arbeit die er in das Event gesteckt hat, welches uns auch 2011 so viel Freude bereitet hat!

2012 wir kommen!

Cheers

Pell Mell Festval Obererbach 2011 Freitag- Bericht

Da wir uns, genau wie im vergangenen Jahr, zum letzten Festival des Sommers aufs Geilste verfahren haben, haben „Kaocide“ wieder ohne uns gespielt. Aber ich habe mich erkundigt und sie müßen einen klasse Auftritt gerissen haben. Ich zitiere an dieser Stelle mal den IsettaJens: „Ich liebe diese Band“.

 

Die „Elektroboys“ haben bei der Wahl ihres Bandnamens irgendwie voll daneben gegriffen. „Die „Boys“ sind nämlich locker 30 und ihre Musik hat zum Glück nix mit Elektro zu tun. Stattdessen gibt’s satte Punkhymnen mit Texten wie „Du schneidest mir die Spitzen, ich zeichne dabei Skizzen“. Ohne Mist! Ich hab selbst in zwei Bands gespielt und mir wurde immer bestätigt, dass meine Texte toll sind, aber auf so nen Reim, wäre ich NIE gekommen! Geniale Band.

 

Direkt danach gings weiter mit „Carpenter“, die ihren allerersten Gig in Deutschland in Obererbach gezockt haben. Ein denkwürdiger Moment.

 

„Isetta Drive“ haben nach der kleinen, begründeten Schwächelei auf dem Soundattack, einen ihrer geilsten Auftritte ever auf dem Pell Mell gezockt. Neben bewährten Dingen wie Gerüstkletterei, der Gymnastikübung und der legendären „Wall of Depp“ hat sich der Jens was besonderes einfallen lassen. Da es jedes Jahr auf dem Pell Mell wenn Isetta Drive gespielt haben regnete und auch auf dem Soundattack das Wetter eher mies war, war das Wetter mit Wärme und Sonnenschein eher untypisch. Der Jens wollte also daß es regnet.

Aus dem Grund hat sich der Jens ne Kiste mit leeren 1,5l Cola Flaschen besorgt und diese mit Wasser gefüllt. Die Aufgabe des Publikums war nun diese Flaschen auf dem Jens zu entleeren und so wurde er mit Wasser bespritzt, übergossen, alles. Das hat nicht nur Spaß gemacht, es hat einfach mal wieder gezeigt: Er weiß wie er die Leute nach vorn bekommt. Und alle anderen wurden persönlich von ihm nach vorne gezerrt, so daß die Stimmung bei „Auf einem anderen Stern“ und „Hauptsache mir geht’s gut“ noch mal der Burner schlechthin war.

 

Danach gings wieder kanadisch weiter mit „This is a standoff“, die dem längst eingeheizten Publikum mehr geile Punk Mukke auf die Ohren gaben. Besonders spaßig war der Akzent des Sängers mit seinen Aussagen wie „How are you doing Pöll MÖÖÖÖÖÖLLL“.

 

Als würdiger Co- und Ex- Secret Headliner waren die Metalcore Spaßvögel von „We Butter the Bread with Butter“ angereist. Die Jungs haben bereits auf „Rock am Ring“ gespielt und gehören zu den Überfliegern der letzten Jahre. Hunderte Fans vor der Bühne gingen steil, bei den Metalcore Versionen von Kinderliedern wie „Alle meine Entchen“ und „Hänschen Klein“ und seit dem ich die WBTBWB Version von „RemmiDemmi“ gehört hab, weiß ich dass es von Deichkind sau langweilig ist. Super geniale Band!

 

Letzte Band des Freitags waren „Peter Pan Speedrock“, die ich bereits vor einigen Jahren auf dem Tells Bells großartig fand. Daran hat sich auch anno 2011 nichts geändert. Natürlich kann man von so einer Band keine opulente Show erwarten, aber wer auf geilen, dreckigen und ultraschnellen Rock`n`Roll steht wird bestimmt, genau wie ich, eine Menge Spaß gehabt haben.

 

……to be continued….

Autor:

Marcel