SK-FANZINE - Schoppeklopper

Tells Bells 2011 Part 1 (Freitag) Bericht

Tells Bells 2011 Freitag

Also echt man! Ein so geiles Wochenende bei so beschissenem Wetter hab ich in meinem ganzen Leben nicht erlebt. Nachdem die Erfolgsgeschichte meines Lieblingsfestivals „Tells Bells“ letztes Jahr durch mangelnde Headliner und anderen Problemen einen kleinen Rückschlag erlitten hatte, war dieses Jahr das beste Tells Bells seit vielen Jahren. Top organisiert, Top promotet, Top durchgeführt. Und auch die Bands hatten es in sich:

 

Am Freitag waren wir immerhin so pünktlich um „The Grandtry“ noch vom Parkplatz aus zu hören. Zum Wetter unpassend klang das ganze nach „Gute-Laune-Punk“ im Stil von Blink 182 zu ihren Glanzzeiten.

 

„Sometimes go“ die als zweite Band die Tellswiese rocken durften hielten sich im Bezug auf Zuschauerkommunikation stark zurück. Das sei ihnen insofern verziehen, daß ihnen kaum jemand zugeschaut hat, da dass spätere Merchandise Zelt sich zum bersten gefüllt hat, da es außerhalb richtig heftig angefangen hat zu regnen. Ihr Set haben sie trotzdem ordentlich duchgezockt.

 

„Conmoto“ haben das geschafft, was einige Jahre zuvor ihre Vorgängerband „Bubonix“ an gleicher Stelle geschafft haben. Zitat damals: „Wir haben den Regen überwunden, den Rest werden wir auch noch hinkriegen“. „Conmoto“ selbst haben sich seit dem „Pell Mell“ letztes Jahr erheblich gesteigert und stehen den legendären „Bubonix“ qualitativ in nichts nach. Und auch die Musik ist Hardcore geblieben, wenn auch anders als bei den Bubonix. Bemerkbar macht sich dies schon allein bei der Tatsache, daß Gitarristin Sarah de Castro die Leadvocals übernommen hat. Sehr sympathisch haben die Jungs schweißtreibend und actiongeladend ihre Show gemacht, das Publikum begeistert und Sarah sich bei einem Sprung „selbst zersört“ wie sie es genannt hat. Tatsache ist auf jeden Fall, daß sie nach dem Konzert von der Bühne humpelte.

 

Bei unseren heimischen Jungs von „Visions Only“ füllte sich der Platz vor der Bühne zusehends und erste Moshpits haben sich gebildet.Dazu gab es einen Querschnitt aus allen Schaffensphasen der Band und mit breiten Koteletten, langen Haaren und Hut sah der Muddy aus, wie zu besten „Devil`s Gun“ Zeiten, die ja übrigens im November einen Reunion Gig spielen werden. „Visions Only“ zumindest waren etwas Besonderes auf dem Festival, da sie weitgehend die einzige Band waren die cleane Vocals und ordentliche Shouts gleichzeitig boten.

 

Mein Highlight am Freitag war neben super leckerem Chili con carne die Irish Folk Punk Band „The Mahones“. Was „Mr.Irish Bastard“ zweimal auf dem Tells Bells boten war stets ordentlich, aber nicht vergleichbar mit diesem Kracher. Ob eigene Songs wie „Drunken lazy bastard“ oder Traditional Irish Folk Songs wie „The Wild Rover“… Das Publikum wurde mitgerissen, es wurde getanzt, gepogt, gesprungen und gerockt als ob es kein Morgen gäbe.Während vor der Show noch diskutiert wurde ob die Frau am Akkordeon nun super heiß oder super scheiße aussieht, waren sich hinterher alle einig: Ganz egal wie die Band aussieht, aber sie waren genial.

 

Ähnlich genial, aber bekannter und härter sind „Street Dogs“, die ebenfalls eine energiegeladene Performance raus hauten und bei denen ich stellenweise Angst hatte vorne am Wellenbrecher plattgedrückt zu werden.

 

Als würdiger Headliner kamen die legendären „Strike Anywhere“ zwar vor dem Zeitplan zum Zuge, aber hatten die volle Aufmerksamkeit der Zuschauer, Fans auf ihrer Seite und zudem ein tolles Programm und Repertoir dabei.

 

Zusammen gefasst war es ein unfassbar geiler Tag. Und das war erst der Freitag….

 

– to be continued-

 

Autor:

Marcel

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