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Sounattack Festival in Limburg- Bericht „The best and worst of“

Als großer Fan heimischer Festival war es für mich natürlich selbstverständlich, auch auf dem zweiten Limburger Soundattack Festival zugegen zu sein. 15 Euro sind ein echter fairer Preis für mehr als 30 Bands. Damit der Bericht nicht zu umfangreich wird, beschäftige ich mich heute nur mit den „Highlights“ und „Lowlights“.

 

Beginnen wir mit „As seconds become centuries“ die Freitag kurz vor 21 Uhr ihre CD Release Party feierten. Ein Sänger mit einer großartigen Stimme, der singt und grunzt als ob es kein Morgen gäbe und ein eingespieltes Team präsentierten vor einem Haufen Fans neue und alte Songs. Allerdings hätte ich aufgrund des „CD Release Party“ Zusatzes eine Show mit diversen Specials erwartet, die es nicht gab.

Vor den Jungs spielten übrigens „His statue falls“ die zeigten wie ein Sänger einer Musikrichtung härterer Gangart NICHT klingen sollte.

 

„Vanilla Sky“ sind in Italien eine große Nummer und wurden auch in Limburg mit Spannung erwartet. Sympathisch, locker mit viel Professionalität hauten die Jungs einen Punk-Pop Song nach dem anderen raus. Klang prima, aber für mich haben so richtige Abgeh Nummern gefehlt. Hervorzuheben sei die Lada Gaga Coverversion „Just Dance“, bei der ein freiwilliger Tänzer aus dem Publikum auf die Bühne geholt- und aufgrund gähnender Langeweile nach der Hälfte des Songs von der Security wieder entfernt wurde.

 

„Destination Anywhere“ und „Born from pain“ konnten auf große Fanscharen zurückgreifen und überzeugten mit Ska bzw. Hardcore auf ganzer Linie.

 

Samstag hat für mich richtig geil angefangen mit „Un tipo de langostino“, die laut Flyer Metal und Rock mit Super Nintendo Melodien versetzen. Hab ich zwar nicht wieder erkannt, aber klang trotzdem saugut.

 

Die zweite wirklich erwähnenswerte Band am Samstag waren unsere Freunde von „Isetta Drive“, die leider etwas schwächelten, was allerdings an einem Trauerfall im Bekanntenkreis lag. Trotzdem haben die Jungs tapfer ihre Show durchgezogen und was an Witz und Spontanität verloren ging, wurde mit tollem Sound, einem ganz neuen und den zwei am Kalkwerkfestival uraufgeführten Songs „Leute läuten“ und „Dummschwätzer“ ausgeglichen. „Leute läuten“ hab ich da zum dritten Mal gehört und ich fand es das erste Mal richtig geil.

 

Die Pechvögel des Tages waren die Rap-Rocker von „3 Tage Tape“ die als ganz besonderes Bonbon ihre Setlist mit 3 Streichern performen wollten. Super geile Idee…nur hat man die Streichinstrumente kein Meter gehört. Und so wurden aus einem opulent mit eigenen Plakaten angekündigtem Special, eine normale, aber solide „3 Tage Tape“ Show, die nicht jedem gefallen mag, aber von mir auf jeden Fall wieder einen Daumen hoch bekommt

 

„2 Times Wasted“ unterhielten mit tollem Ska Sound und klangen (im Gegensatz du dem Auftritt in der Werkstadt Arena wo ich sie das letzte Mal gesehen hab) super.

 

Absoluter Höhepunkt des Festivals waren die mir bis dato unbekannten „Emma6“, die auch ordentlich Fans mitbrachten. Warum sie die haben, wurde mir schon nach dem ersten Lied klar. 3 Junge sympathische Herren mit genialen Deutschen Texten auf mal härterer und mal sanfterer Rockmusik weiß eben zu gefallen. Nicht nur den Mädels in der ersten Reihe, sondern auch mir. Ganz ganz ganz geiler Auftritt. Die werde ich mir bestimmt mal wieder anschauen. Hoffen wir auf eine baldige Gelegenheit. Ich bin mir sicher mit dem richtigen Management im Rücken können die Jungs eine ganz große Nummer werden. Vielleicht schon mit ihrer neuen Single „Leuchtfeuer“, einer ganz wunderbaren Ballade.

„5 Bugs“ waren Headliner am Samstag und spielen einfach guten Rock. Ein würdiger Abschluss für den besseren Tag.

 

Zum Festival selbst:

Ein RIESENPLUSPUNKT gibt’s für die Essensstände. Die Chilibratwurst vom Festivalgrill war mit das Schäfste was ich je gegessen hab und auch die anderen Produkte waren genial.

„Frozen Joghurt“ muß in Amerika ein Riesenhit sein. In Deutschland kennts keine Sau und zusammen mit dem bescheidenen Wetter war es wohl ein Reinfall für den Besitzer dieses Wagens. Ich und meine Frau habens probiert und es ist der Oberhammer.

 

Imsgesamt war es wirklich ein schönes Festival und trotzdem gibt’s ein paar Dinge, die mir doch auf den Magen geschlagen sind:

 

Minuspunkt 1: Was an günstigem Eintritt gespart wurde, das bekam man bei den Getränken wieder aus der Tasche gezogen. 2,70 Euro für ein kleines Bier???Das geht auf Rock am Ring okay, aber nicht auf einem kleinen Festival.

Minuspunkt 2: Völlig überforderte Bedienungen am Krombacher Stand Freitag Abend. Manche Biere wurden bezahlt, kamen aber nie an und die die ankamen, benötigten mal gut und gerne ne Viertelstunde. Fallbeispiel: Ich bestelle ein Bier und krame nach den Bons. Ich frage die Dame ob sie nicht das Bier holen möchte, bis es da ist hab ich auch die Bons. Die Antwort war „Nein“ und erst nachdem ich die Bons rausgekramt hatte, trottete das Mädel gemütlich fort um mit Zapfen anzufangen(!), während hinter mir etwa 20 Leute warteten.

Minuspunkt 3: Zwei Bühnen die abwechselnd genutzt werden und fließende Übergänge der Bands. Theoretisch gut, aber irgendwo zwischendrin mal eine kleine Pause wäre echt nicht verkehrt gewesen.

Minuspunkt 4: Auf Bons, für die man 90 Cent bezahlt, bei der Rückgabe nur 60 Cent zurück zu erstatten ist echt tierisch asozial.

Minuspunkt 5: Das Wetter (besonders am Samstag), dass dafür gesorgt hat, dass es (trotz der vielen zu behebenden Mängeln) wohl leider(!) kein weiteres Soundattack mehr geben wird. Falls doch, wär das natürlich auch in meinem Interesse und ich wieder dabei.

Bis denn! Nicht vergessen. Bald ist Tells Bells!

2 Responses to “ Sounattack Festival in Limburg- Bericht „The best and worst of“ ”

  1. Nando Says:

    Ich würd Visions Only noch als Highlight bezeichnen. Erfrischend, was kreativeres im Dschungel der Metalcore-Monotonie zu hören…


  2. marcel Says:

    Visions Only sind prima, ach wenn mir von miesem Sound berichtet wurde. Sie wären definitiv dabei gewesen…hätte ich sie gesehen. Aber die werden im Tells Bells Bericht bestimmt wieder erwähnt:-)


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