SK-FANZINE - Schoppeklopper

Talco in Weroth- Bericht von Cassian

Weroth?! Wo zur Hölle ist das? Genau das dachte ich mir auch als ich hörte, dass die – in unserer Region, dank zahlreicher Auftritte bei Tells Bells, bereits hohen Bekanntheitsgrad genießende – italienische Skapunk-Band sich die Ehre gibt.

Nach langer Gurkerei durch den regnerischen Westerwald rückte das Ziel immer näher: eine Dorfkirmes wie Sie im Buche steht… Da sollte Talco spielen? Ich traute, beim Anblick der Halle und des dazugehörigen Vorhofs mit einem Autoscooter, meinen Augen nicht.

Aber ja, in der Tat, genau hier fand das wohl größte Spektakel des Westerwalds (neben Pell Mell versteht sich) im ganzen Jahr statt: Liverock Weroth Nr. 14. Bei meiner Ankunft gegen 9 Uhr (zwei Bands vorher habe ich leider verpasst) spielte zunächst die mitgereiste Punk-Band „Vanilla Sky“ die ebenfalls aus den „United States of Italy“ kommen, wie es der Sänger ankündigte. Diese überzeugten durch gepflegten Punkrock in Dreierbesetzung, das Highlight war wohl das Rihanna Cover von Umbrella, bei dem die Masse zum ersten Mal ordentlich zum Pogo ansetzte, sowie ein Hardcore Song… Trotz einiger Soundschwierigkeiten zu Beginn, eine gute Vorband!

Fünf Bands waren angekündigt, man sollte denken die bekannteste spielt zuletzt. Fehlanzeige! Als vierte Band betraten um ca. 23 Uhr Talco die Bühne im Werother Dorfgemeinschaftshaus. Nach einem eingespielten Intro ging es in gewohnter Ska Manier direkt los. Aus dem Tanzen kam man nicht mehr raus, wenn man einmal vorne vor Bühne war – Ska-Punk vom allerfeinsten. Talco legte, wie gewohnt, eine super Show hin und überzeugte mit Songs wie „Bella Ciao“ sowohl weitgereiste Fans, als auch die hiesige Kirmesburschenschaft und alle anderen Zuhörer in der Halle. Super Musik, super Stimmung! Der etwa 90-minütige Auftritt endete mit dem – meiner Meinung nach – besten Stück „La Torre“ und da waren nochmal alle Pogo- und Tanzbeine in Bewegung! Einfach nur geil!

Den wohl undankbarsten Slot hatte die letzte (regionale) Band, dessen Namen ich bereits vergessen habe, aber von Anfang an stand fest, Talco konnte an dem Abend sowieso niemand übertreffen. Jetzt freuen wir uns aufs kommende Tells Bells wo die 6 Italiener wieder die regionalen Bühnen entern werden.

Fazit: Ein lohneswerter Abstecher in den Westerwald, grandios, dass ein so kleines Kaff solche Highlight-Acts aus Italien herholt. Wie gesagt, Spaß war zur Genüge vorhanden, ich war kaputt am Ende und habe Dank des Pfandsystems den ohnehin geringen Eintritt von 6€ wieder reingeholt. Einfach ein erfolgreicher, geiler Abend!

Autor: Cassian

Votet unsere Freunde von Saque aufs Soundattack Festival!

Und zwar genau hier:

http://www.soundattack-festival.de/onlinevoting/abstimmen

Schön in die Mitte zu SAQUE scrollen und Stimmchen abgeben, gibt sogar Tickets zu gewinnen, na wenn das mal nix ist 😉 …

Schoppeklopper Party Volume 3/ 5 Jahre SK Fanzine- Bericht

Am 23.04.2011 wars wieder mal soweit: Unsere dritte „Schoppeklopper Party“ fand in Weilburgs Kanapee statt. Diesmal unter dem Motto 5 Jahre Sk Fanzine.

 

Zum Aufbau haben wir uns um halb 6 am Abend getroffen. Anders als in den vergangenen Jahren, standen diesmal die Bands früher vor der Tür, so daß bereits um zehn nach 5 mein Handy klingelte, man würde auf uns warten. Gewartet haben wir am Ende nur auf den Daniel, der dieses Jahr die PA gestellt hat. Da eine Monitor Box kaputt war, einige Kabel gefehlt haben etc gestaltete sich der Aufbau etwas komplizierter und so war der Soundcheck erst gegen kurz nach 8 beendet.

 

Als erste Band betraten gegen halb neun „Saque“ die Bühne. Ich bin grad mal schonungslos ehrlich: Ich war nach dem letzten Kanapee Gig nicht überzeugt davon, dass es eine gute Idee war die Jungs spielen zu lassen. Aber „Saque“ haben den geilsten Auftritt mit dem besten Sound gespielt, den ich bei Ihnen bisher erleben durfte und besonders der „Metal-Rap“ kam extrem gut an. Ansonsten haben sie mir noch den „Knecht“ gewidmet, bei dem unser neues SK Mitglied Cassian, der sonst auf Tierfellen rumprügelt, singt. Ein super toller Gig mit super gutem Klang, auch wenn zweiteres nicht weiter verwunderlich ist. Wie sagte doch die Kanapee Bedienung vorher: „Oh Gott! Ihr baut ja hier auf wie die Rolling Stones“. Aber stimmt schon. So geiles Equipment hatten wir auch noch nie.

 

Das wurde auch bei „As sky turns black“ deutlich, die allerfeinsten Deathcore präsentierten und dies Jahr die härtere ´Gangart so geil repräsentierte, daß Puristen die sich vorm Begriff „Core“ noch belustigten, mit offenen Mündern weggebasht wurden. Wenn auch die Wall of Death eher subotimal verlief, es war super geil. Cleaner Gesang kommt bei den Jungs schon mal garnet in die Tüte und von „bandinternen Problemen“ vor denen ich gewarnt wurde, hat man rein nichts gemerkt. Kurz vor Ende des Auftritts hat dann auch noch die Polizei angerufen, da es einigen Nachbarn zu laut geworden sei. Das nenn ich mal erfolgreich.

 

Die SK Party Legende schlechthin, gaben sich dieses Jahr als dritte Band die Ehre.“Moppethead“ haben bisher auf jeder Party gezockt und sind, zusammen mit den Partys einen Slot weiter nach hinten gerückt.Auch wenn ich den Hosch vorher darin bestärken mußte, dass das so alles seine Berechtigung hat, es war geil. Der Meister selbst hatte schwere Halsschmerzen und stand unter dem Einfluß von Dobendan und anderen Medikamenten, die den Auftritt überhaupt möglich gemacht haben. Gespielt haben „Moppethead“ traditionell „alles was wir ham“. Darunter auch den „Busfahrersong“ mit Lisa am Keyboard und ein „Herr Trinkebier“….Ebenfalls jazzig mit Keyboard unterlegt. Damit haben sie wieder bewiesen: An kranken Ideen, liegen sie immer noch ganz weit vorne. Da das Fräulein Will im gleichnamigen Song ja mittlerweile das „Dunst Dunst Dunst“ singt, gabs den Kupetz dieses Jahr nicht zu hören, denn sein Satz beim Busfahrersong wurde von einer lustigen Rückkopplung zunichte gemacht. Die Band nahm es mit Humor und sind, wie auch in den vergangenen Jahren die Meister der Stimmung geworden, die nach jedem Song mit „Moppethead“ Rufen gefeiert wurden.

 

Vor dem Hauptact wars Zeit für unsere Tombola. Und ich muß zugeben: So betrunken war ich die letzten beiden Jahre nicht. Auch allgemein hätte es besser laufen können. Die Hälfte der Leute stand draußen rum und so hat am Ende EINE EINZIGE PERSON tatsächlich die Losnummer gehabt, die wir gezogen haben. Ansonsten wurden die Preise mit „Wer ist am nahesten dran“, „Wer hat die meisten für den guten Zweck gekauft“ und anderen Skurilitäten unters Volk gebracht. Neben massig „Slag Heap“ Merchandise und CD`s (nochmal Danke), hatten wir tolle Erotik Artikel wie Vibratoren, Lustkreisel, Kondome und Ähnliches. Im Vorfeld waren wir nicht sicher wie das Publikum diese „speziellen“ Preise annehmen würde, aber es hat doch guten Anklang gefunden und die Chancen stehen gut, dass wir das nächstes Jahr so wiederholen.

 

„Slag Heap“ sind jung, frisch, alte Hasen im Geschäft, regionale Helden und live unerreichbar. Leider im nur noch halbvollen Kanapee, haben „Slag Heap“ einen weiteren übelst geilen Auftritt gerissen. Die sympathische neue Besetzung mit „Rene“ an der Gitarre und „Maddin“ an den Drums hat das gebracht, was den letzten Auftritten einer scheinbar untergehenden Legende fehlte: Frisches Blut, unbändige Spielfreude und endlich wieder das Gefühl, das alles passt und so ist wie es sein soll. Die neuen Songs sind anders und dennoch superstark, genau wie die neuen Mitglieder. Geile Stimmung, geile Show. „Slag Heap“ wie ich sie gewohnt bin und mag.Danke danke danke Jungs; daß ihr uns den Headliner gemacht habt und ich euch zum 34. Mal live sehen durfte. Einziger Kritikpunkt ist die Auswahl der „alten“ Songs: Statt „Undo“ hätte ich lieber „The Wait“ oder „If you say go“ gehört und statt „Welcome“ lieber den „Summer Song“ oder „Face the day“… Aber was solls! Man kanns nicht jedem Recht machen und es war sooo verdammt geil, daß es euch verziehen sei. Nur „Welcome“ als letzter Titel im Programm ist ein seltsamer Zeitpunkt:-)

 

Auch zum fünfjährigen Jubiläum hatten wir wieder sehr viel Spaß mit euch, super Bands, gute Zusammenarbeit mit dem Paul und seinen „Sklavinnen“ vom Kanapee und eine oberfette Stimmung. Danke für eure tolle Unterstützung und wir hoffen, daß es die SK Partys noch lange in dieser Location geben wird. Außerdem Danke an alle Bands und Privatpersonen, die für Japan und Andrea Dames gespendet haben. Zusammen sind fast 70 Euro zusammen gekommen, die den Menschen auf jeden Fall helfen werden.

 

Wir sehen uns nächstes Jahr!

 

….oder auf anderen regionalen Veranstaltungen wie dem „Rohnstädter Kaffrock“ am 14.05.11 wo neben „Boneless“ und „Wexelstrom“ sich auch „Visions Only“ die Ehre geben. Besuch lohnt sich!