SK-FANZINE - Schoppeklopper

Tells Bells 2010 Bericht

Jaja, das gute alte Tells Bells. Wie jedes Jahr war auch ich wieder da und berichte euch, was so los war auf den heiligen Wiesen des Sportgeländes in Villmar.

Freitag 13.08.2010:

Um 17:20 Uhr ging es pünktlich und gewohnt geil los. Dieses Jahr durften „3 Tage Tape“ aus dem Limburger Kalkwerk den Anfang machen und unterhielten das Publikum, trotz der frühen Uhrzeit, mit ihrer Mischung aus Hip Hop und Rock. War super und nicht jeder Opener kann behaupten schon eine derartige Anzahl von Menschen vor die Bühne zu locken.

Weiter ging es mit der Frechheit von Seiten des Veranstalters. „Carry all“ ist eine geile Skaband aus Italien die mit ihrer Musik ein Stimmungsgarant sind und Leute zu unterhalten wissen. Aber die Band als zweite Band spielen zu lassen ist eine absolute Dreistigkeit und das absolut Letzte. Die Jungs selbst namens mit Humor und fragten das Publikum ob sie schüchtern wären. Die Antwort gaben sie selbst: Der Alkohol war bis dato zu wenig, das sei auch der Grund warum sie keinen Spaß daran hätten zu spielen.

Dritter Act waren unsere Lokal-Lieblinge von „Visions Only“. Auch wenn der Mischer anfangs nicht gepeilt hat das Muddy und Chris Hauptgesang sind und stattdessen der Britt ein wenig lauter gedreht wurde, war es doch ein absolut geiler Gig. Hardcore/Punk der feinsten Sorte. Ob „Let me down“ von der ersten EP, die besten Tracks des Albums oder die neuen Songs der „Sense of Unity“ Split-EP…jede Epoche des bisherigen Schaffens wurde berücksichtigt und das freut die Fans.

Weiter gings mit Hardcore und „First Blood“. Eingefleischte Fans waren begeistert, Mosh-Pit gabs auch, aber Andere diskutierten lieber eifrig über die Tatsache, dass sie „das da“ auch könnten.

Meine letzte Band des Abends waren „Venerea“, die locker flockig die Bühne gerockt haben und „Smoke Blow“ waren sicherlich auch toll.

Samstag 14.08.2010

Da wir Profis sind machen wir das jetzt wie das Ox Fanzine letztes Jahr, die immerhin eine gedruckte Ausgabe ihrer geistigen Ergüsse haben und lassen die Bands die wir nicht gesehen haben oder als unwichtig erachten gekonnt weg, als hätten sie nie gespielt.

Also die allererste Band die gespielt hat waren „As seconds become centuries“. Ich weiß nicht ob ich die Band in der Vergangenheit schonmal gesehen hab, aber Esoterik Mucke die ich erwartet hab gabs zumindest nicht. Stattdessen powerte die Screamoband wie irre über die Bühne und daß der Sänger noch Ansagen machen konnte ist ein Wunder der Natur wenn man bedenkt, was er seinen Stimmbändern da angetan hat.

Neue Band,neues Glück: bei den Limburgern „Vom Millionär Zum Tellerwäscher“ hat wohl niemand mehr eine Überraschung erwartet. Die Lokalmatadore sind wie immer gut gelaunt abgegangen, haben Party gemacht und alle Erwartungen erfüllt. Es gibt eben Dinge im Leben auf die man sich verlassen kann. Und eines dieser Dinge sind nunmal „VMZT“ Punkrock-Shows.

„The Reaction“ waren absolut Reaktionär und  so reagierte auch das Publikum.

„Mr.Irish Bastard“ waren zum zweiten Mal auf dem Tells Bells zu Gast und haben mir mit ihrem „Irish Folk Punk“ weit besser gefallen als 2008. Der Rest vom Publikum fands genauso super wie ich! Prima Jungs!

„7 Seconds“ machen auch Hardcore Punk und sind meine persönliche Neuentdeckung des Festivals. Auch wenn die Jungs schon ewig existieren und etliche Shows gespielt haben…Ich hab sie nicht gekannt und bin saufroh, sie nun zu kennen. Eine energiegeladene Show, klasse Stimmung… Ich brauch CD`s von denen.

Meine letzte Band des Festivals besteht aus 2 Saxophonen, einem Trompeter, einem Posaunisten und Gitarre, Bass und Schlagzeug. Ja „Streetlight Manifesto“ sind eine Skaband (surprise!) und zwar für mich die beste Band, die das Tells Bells Publikum in diesem Jahr sehen durfte. Professionell, rhythmisch, tanzbar und einfach geil!

Faire Preise, kühle Getränke und ein geiles Line-Up sind die primären Dinge, mit denen sich das Tells Bells Festival einen Platz in meinem Herzen erkämpft hat. Ein fragwürdiger Zeitplan, ein Mangel an „richtig großen“ Headlinern und Probleme bei der Pfandrückgabe werfen einen Schatten auf diesen Platz. Nächstes Jahr bitte ausbessern, Zeiteinteilung zweimal überdenken und wir werden wieder dicke Freunde. Kumpels bleiben wir aber allemal. see you next year!