SK-FANZINE - Schoppeklopper

Kalkwerk Festival 2010- Highlights am Sonntag

Wie jedes Jahr zog es mich auch dieses Jahr wieder nach Diez zum traditionellen Kalkwerk Festival, welches dieses Jahr bereits zum 30. Mal stattfand. Neben einem Super Musikprogramm der Kalkwerk Bands und einem Kinderprogramm bietet das Kalkwerk auch Theaterworkshops, wechselnde Kunstausstellungen (dieses Jahr waren es Skulpturen) und kulinarische Köstlichkeiten von Steakbrötchen über Currywurst bis hin zu Wassermelone, vegetarischer Pizza, Kicherbsen Curry und der jährlich immer wieder leckeren vegetarischen Rote- Bohnensuppe. Das alles zu absolut fairen, moderaten Preisen.

Sonntag pünktlich 16 Uhr stand ich vor der Bühne um mich von unserer regionalen Death-Metal Truppe „Eraserhead“ unterhalten zu lassen. Trotz der frühen Uhrzeit ging es schon gut ab, was auch an den selbst mitgebrachten Fans lag. In Blutverschmierten Artzkitteln ging das „Pathologische Institut“ vom ersten Song an ab wie die Drecksau. Nach zwei großartigen Stücken kam der verflixte dritte Song, den die Jungs zwar deutlich verkackten, aber das verkackte ordentlich und nahe zu mit Proficharakter für sich ausjammten. Gespielt haben sie alle ihre Kracher von „Death feeds the living“ bis hin zu „My friends are corpses“. Dafür gabs mehr als verdienten Applaus und Zugaberufe. Für mich einer der geilsten Bands auf dem diesjährigen Kalkwerk- Sonntag.

Musikalisch ähnlich ging es 17 Uhr mit der Hip Hop Combo „Stille Wasser“ weiter (Jap, das war Ironie!), die dafür daß es Hip Hop ist doch wie jedes Jahr eine nette Vorstellung lieferten. Mal verstärkt mit E-Gitarren, mal mit Gastsängerin kämpften die Jungs um Beats die noch nicht gespielt wurden mit dem Mischer, der irgendwie einen verplanten Eindruck machte. Die „das hatten wir schon“ Rufe von der Bühne fand ich aber beim fünften Mal noch lustig, Texte wie „Die Welt ist krank“ sind mir eh sympathisch und wer weiß…Vielleicht finden beim nächsten Kalkwerk Festival alle Bandmitglieder die Bühne und müssen nicht im Publikum performen.

Um 19 Uhr freute ich mich auf V.V.K. Und Folk Punk. Besonders gut deutsch konnten die Jungs nicht und die Folk Elemente sind irgendwie an mir vorbeigegangen. Trotzdem hat es Spaß gemacht und trotzdem hat die Band eine gute Show geliefert.

Mit dem Prädikat „Eine gute Show“ wird auch der Auftritt von „Boiler“ ausgezeichnet, obwohl die Herren um den Howdie auch schon deutlich mehr Leute vor der Bühne hatten als dieses Jahr und auch schonmal motivierter gewirkt haben. Es war ein guter Gig, aber leider bin ich von „Boiler“ nunmal richtige Feuerwerke der guten Laune gewohnt. Und so wurde mein dritter „Boiler“ Gig zur Enttäuschung des Festivals, da ich einfach weit mehr erwartet habe.

Nach langem Hin und Her ob ich mir nun die „Electric Ladyboyz“ in Originalbesetzung oder lieber Fußball anschauen soll, entschied ich mich schweren Herzens fürs Public Viewing im Kakadu. Deutschland- Australien, 4:0 Sieg, hat sich jawohl gelohnt.

Headliner des Abends waren „Jamaram“ aus München. Die Reggae Kapelle ist bekannter als ich dachte und hat auch schon auf dem „Chiemsee Reggae Summer“ ihre Tunes verbreiten dürfen. Wie kann man ein Festival besser beschließen als mit tanzbarem, zum mitsingen einladendem, entspanntem, Party tauglichem Roots Reggae? Gar nicht! Und deswegen ein Riesenlob an „Jamaram“ die des Headliner Postens würdig waren und ein Lob an die Veranstalter für bewährtes Rahmenprogramm und eine klasse Bandauswahl.

Bis nächstes Jahr!

Und die Highlights des Samstages, wie den Gigbericht der wahnsinnig geilen „As sky turns black“  gibts bei

www.oberlahn-express.de

zu bestaunen.

One Response to “ Kalkwerk Festival 2010- Highlights am Sonntag ”

  1. Gustav Says:

    Hallo Marcel,
    tolle Seite, aber vom Inhalt des Textes nicht für alle ansprechend. Korrekturen, im Layout  Farben (weiß auf grau ist schlecht zu lesen)  sollten in Zukunft eingebracht werden. Liebe Grüße dein Vater und Marlies

     


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