SK-FANZINE - Schoppeklopper

Tells Bells 2006 in Villmar

Wir haben es geschafft! Ja verdammt! Das komplette Schoppeklopper Team war zusammen auf einer Veranstaltung anwesend. Grund dafür: Das diesjährige Tells Bells Festival, welches dieses Jahr nun schon zum dritten Mal an gewohntem Ort, dem Sportgelände von und zu Villmar statt fand!

Freitag Nachmittag um 16 Uhr kam ich mit 2 Kollegen an eben jenem Gelände an und wir mussten feststellen: „ey, hier is ja garnix los!“…aber wen wundert das, wenn man auch ne Stunde zu früh da ist! Naja gut, ein paar Leute waren schon da: Eine kleine Gruppe von Menschen, die Fussball spielte, Weilmünsterer Leute, inklusive Schoppeklopper Hendrik, Hief und seine Genossen und noch n paar Leute, die mir spontan einen Klopfer in die Hand drückten, obwohl sie mich nicht kannten. Naja, nach einer halben Stunde und nem drittel Fass Bier weniger wurde dann auch endlich der Camping Platz geöffnet, oder sollte ich besser sagen das Campingplätzchen, weil viel Platz war da sicher nicht…..Zumindest hat sich hierbei endlich unser frühes erscheinen ausgezahlt, denn mittlerweile waren doch ein paar mehr Leute da und so mussten wir nicht allzu lange warten….Der Campingplatz war wirklich winzig! Hätte ich zu diesem Zeitpunkt schon einen „Tunnelblick“ gehabt, mir wäre er wohl nicht aufgefallen. Da dies aber nicht der Fall war, konnten wir endlich beginnen aufzubauen.

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Nachdem unser Zelt zur Hälfte stand, entschlossen wir uns erst einmal dazu eine 2 stündige Pause zu machen, um unseren Biervorrat nochmals zu dezimieren. Inzwischen spielten zwar schon die ersten Bands, aber soweit ich weiss, war da insofern nicht allzu viel los, da der Campingplatz mittlerweile nur noch klein statt winzig war (es wurde mehr Wiese freigegeben) und sich mehr und mehr Leute auf diesem kuscheligen Platz einfanden. Als wir endlich mit Zelt aufbauen und Fasstrinken fertig waren gingen wir dann aufs Festivalgelände wo die Stimmung noch relativ mässig war. Ich glaube es spielten gerade „Colourful Grey“, deren Leistung echt in Ordnung war! Anschliessend rockten „Days in Grief“ die Bühne und zeigten was die drauf hatten!

Verdienter Headliner und einer meiner persönlichen Favourites auf diesem Festival „Frau Doktor“, die Wiesbadener Ska-Punk-Soul Combo beendete mit ihrem heissen Soundbrei, ihren ironischen Texten, Hammer Stimmung und perfekter Leistung ihrer Bläser den Live Teil des ersten Tages.

Im Anschluss war noch eine „After-Show-Party“ mit „Porncity Inc“, wo sicherlich jeder Fan von rockiger, punkiger, sowie metallischer Musik auf seine Kosten kam. Ich brauchte nach den genialen „Frau Doktor“ jedoch erst einmal eine kleine Verschnaufpause, was mich mit einigen guten Freunden ins Shisha Zelt zog. Da hab ich dann auch bis kurz vor halb 5 den Rest des Abends verbracht, bis uns die Security bat doch allmählich das Festivalgelände zu räumen. Nun gut, um Ärger aus dem Weg zu gehen taten wir dies dann auch, was noch lange nicht hiess, die Party sei zu Ende.

Zurück auf dem Campingplatz trafen wir auf den Björn aus Frankfurt, der mit seiner Akkustik Gitarre noch den Zeltplatz wach hielt und von Metallica über Ärzte und Pistols bis hin zu Hans Söllner und Aufbruch alles spielte, was nur irgendwie Stimmung machte.

Der Samstag begann dann mit türkisch gebrühtem Kaffee aus einer Würstchen Dose, der nach gerade mal 2 Stunden schlaf dringend nötig war, so kam es dann, das nicht nur wir, sondern auch Limburger Punks, Zeltnachbarn, Schoppeklopper-Mitglieder und völlig fremde Leute vor unserem Zelt saßen. Kurze Zeit später packte nun der Jacob von der Limburger Punkrockkapelle „Schurkenstaat“ Björns Klampfe aus, um uns beim „Gulaschsuppen Frühstück“ mit Liedern wie z.B. von Slime und SIK zu unterhalten.

Um 12 Uhr kam dann für einen von uns das Highlight des Wochenendes: Das anrühren der Melone! Für alle die nicht wissen wie das funktioniert: Man nehme eine Wassermelone, schneide den Deckel ab, zermatsche ein wenig das Fruchtfleisch und schütte jeden erdenklichen Alkohol (möglichst hochprozentig), der sich finden lässt hinein. So gingen wir mit eben dieser Wassermelone über den Platz und fanden tatsächlich einige Leute, die mittranken und dazu schütteten. Am besten hat diese warme Bombe wohl dem Erfinder selbst, sowie den Leuten vor unserem Zelt geschmeckt und die Wirkung spürten wir wohl alle ziemlich gut. Bei mir zeigte sie sich insofern, dass ich nach den mächtigen „Nowboys“ erst einmal eine Stunde schlafen musste, um die „Bubonix“, die mit einer Hammer Show begeisterten und wahnsinnig Stimmung machten überhaupt noch zu erleben. Zwar verpasste ich dafür die „Bordells“, aber so wie ich sie kenne haben sie sicherlich wieder Rock n`Roll allererster Güte geboten.

Nach den „Bubonix“ kamen alle Fans der „richtig harten“ Musik auf ihre Kosten, da die Death-Metal Band „Six reasons to kill“ mit mörderischem Geschrei erschreckte und mit ihrer Musik allgemein den Boden zum Beben brachte. Anschliessend bewiesen die „Heartbreak Engines“ die mir sehr gut gefielen, das ein Punk-Alternative-Metal Gemisch auch durchaus mit einem echten Kontrabass gut klingen kann. Danach war der „Co-Headliner Waterdown“ dran, deren Musikrichtung ich ähnlich schlecht zuordnen kann, wie der der „Heartbreak Engines“.

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Waterdown waren schon recht cool, aber ich habe auch schon bessere Bands auf dem Festival gesehen. Dazu gehörte auch die letzte Band „Dr.Woggle and the Radio“ die mit einer perfekt tanzbaren Mischung aus Ska und Reggae noch einmal die Stimmung überkochen liessen und somit einen gelungenen Abschluss für das diesjährige Tells Bells gaben. Auch Samstags gab es noch eine After-Show Party, diesmal mit dem „My-Oh-My Club“, die nicht minder gut besucht wurde, wie die am Vorabend. Zurück auf dem Zeltplatz, gab es wieder Akkustik Gitarren Geschrammel erster Güte und somit war auch der letzte Abend ein voller Erfolg!

Das Tells Bells 2006 war für mich, sowie für viele andere auch ein absolut geiles Wochenende! Daher danke an alle Organisatoren, Bands, Securities, Imbiss, Button, Getränke und den Shisha Stand, die Limburger Punks, alle Leute mit denen wir sehr viel Spass hatten und….hoffentlich geht’s nächstes Jahr weiter!

Und wer mal gucken möchte, was sein Erinnerungsvermögen trotz Rauschzustand noch zustane bringt, kann auf dem exklusiv für Schoppeklopper erstellten Quiz unter http://www.testedich.de/quiz21/quizpu.php?testid=1161294018 sein Wissen testen!