SK-FANZINE - Schoppeklopper

Slag Heap versus Mittelhessen

Was für Auftritte braucht eine Band um groß und erfolgreich zu werden?

1. Einen in einer kleinen Halle (davon haben sie schon genug!)
2. Einen auf einem grossen Open Air (Pop am Fluss 2004)
3. Einen als Vorband einer Band, die Bereits in den Charts plaziert war (Donots, Wohlstandskinder)
4. und natürlich einen, auf einem Schulfest!

Und die Zeit dafür war reif! Am Freitag, dem 19. Mai (hey, so heisst doch auch ein Part Time Punx Klassiker???) fuhr ich, nach längerem zittern aufgrund der Unsicherheit meiner Mitfahrgelegenheit dann doch ins sonnige Limburg..sonnig? Naja, eigentlich wars übelst trüb und wir wurden immer wieder von Regenwolken bedroht die böse auf uns runterschauten, aber egal. Sonnig klingt halt einfach besser. Nach längeren Diskussionen mit den Mitglieder der Gruppe, ob sie Punk Rock Kid spielen oder nicht, mussten wir kapitulieren und merken, dass da wohl nichts zu machen war. Aber nun gut. Zuerst einmal spielten Das Bidi Bop Pop Ensemble (früher Tobias Biedert). Was sollte man dazu sagen? Bidi Bop sau geil! Das Publikum sau scheisse! Sympathiepunkte mussten sich sogar vom Publikum erkauft werden. Das sah man daran, das Meister Biedert persönlich rum ging, diverse Sampler und seine Ich möchte Popstar sein Single gratis unters Volk brachte. Was also sollte man von diesem, Hip Hop und Techno orientierten Publikum (daran warn die Flyer Schuld!!!!!) noch erwarten? Mir skeptischen Blicken betraten dann auch die Headliner des Abends, Slag Heap aus Weilburg die Bühne!

Und plötzlich gabs Pogo. Beim dritten oder vierten Lied ließen es sich selbst Hip Hopper nicht nehmen das Tanzbein zu schwingen und sich (selbstverständlich nur für den Tom) bis aufs Unterhemd zu entkleiden. Gute Stimmung könnte man meinen! Wenn diese nicht so schnell wie sie anfing wieder aufgehört hätte. Aber na ja, Slag Heap spielten ihre Set brav zu Ende und beim Blink Cover von „Dammit“ schafften sie es dann doch noch mal einige wenige Blink Fans zu begeistern und zum mitsingen zu bringen. Seltsamerweise verlangte dann das ansonsten desinteressiert wirkende Publikum noch eine Zugabe und so schafften es Slag Heap auf einem ihrer wohl seltsamsten, von Stimmungs- Hoch und Tiefs geprägten Auftritte doch noch zu einem Happy End.

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