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Klangbild- Neue Wege (CD Review)

Etwas länger als 14 Tage ist es nun her, dass die Jungs von „Klangbild“ ihr Album Release Konzert zu ihrem ersten Album „Neue Wege“ gezockt haben. „Klangbild“ sind vier sympathische Musiker aus heimischen Gefilden, die zusammen mit dem Bela R. und einem roten Kühlschrank als „Unique Control“ die Szene in „Hater“ und „Supporter“ gespaltet haben und der Erfolg hat ihnen insgesamt Recht gegeben.

Mit dem Kühlschrank und Bela verschwanden einerseits die englischen Texte, andererseits auch der leicht metallische Einschlag den die Pop-Rock Songs von „Unique Control“ immer besaßen.

Genug der Theorie. Zum Album:

„Neue Wege“ kommt in einem wahnsinnigen schicken Artwork daher.Neben dem bergigen Cover gibts innen das eine oder andere alberne Bandfoto und alle Texte der CD. Die Produktion ist aufwendig, druckvoll und erstklassig, auch wenn der eine oder andere Effekt (besonders beim Gesang) irgendwie leicht überflüssig wirkt (Beispiel am Anfang der zweiten Strophe von „Wellenlänge“). Ob „Unique Control“ mit deutschen Texten funktioniert ist natürlich die zentrale Frage, die bei diesem Review geklärt werden muss. Die Antwort ist „Nein“.

Der Grund dafür ist, dass ich finde, dass der musikalische  Stil, durch die deutschen Texte ganz anders klingt und man merkt… Das passt besser! Und sogar Nico`s Gesang bekommt eine neue Note und so kann man getrost sagen: Es steht den Jungs besser, klingt aber völlig anders. Wenn dann überhaupt „Unique Control 2.0“.

Allgemein sind die Texte auch echt gut gelungen. Ausnahmen bestätigen die Regel. Bei „Bodenlos“ bewegen sich die Jungs ganz nah am Schlager Abgrund. Was den Song vorm Gipfel der Cheeysness rettet ist die Textzeile „Mein Leben unter deiner Haut“, die einfach einen grandiosen Interpretationsspielraum bietet. Ausnahme Nummer 2 ist der vorab veröffentlichte Song „Der Bär“ zudem die Jungs ein ziemlich cooles Video produziert haben. Trotzdem sind die Lyrics von dem Song irgendwie strunzdumm…. Dafür ists der rockigste Song.

Weitere persönliche Favoriten meinerseits sind die kraftvolle Midtempo Nummer „Fahne im Wind“, deren Text einfach wunderschön ist und der ruhige Titeltrack „Neue Wege“, der eindrucksvoll miterleben lässt, wie „Klangbild“ sich gegründet hat und zudem Ohrwurmcharakter besitzt. Weitere erwähnswerte Songs sind „Ich bin dann mal weg“, „Straßen der Stadt“ und mein persönliches Highlight „Scheinfrei“.

Allgemein verfügt die ganze Platte über keinen einzigen schlechten Song und dafür gibt es einen fetten Daumen nach oben.

Fazit:

Wem „Unique Control“ zu poppig war, der wird mit dem Debut von „Klangbild“ erst recht nix anfangen können. Eine klare Kaufempfehlung gibt es für die, die deutschen Poprock mögen und auf der Suche nach einer CD sind, die eingängig partytauglich und gleichzeitig verträumt daherkommt. Große Leistung der 4 Musiker, geniales Songwriting… nothing more to say!

 

Schoppeklopper Wertung:

9 von 10 Sternen

 

 

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