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Kalkwerk Festival 2019 Sonntag- Bericht

Entschuldigung, hab ja gesagt es dauert etwas. Das Wetter hat meine Rübe gebrutzelt. Aber nicht lang schnacken: Kalkwerk Sonntag.

Der ging für mich mit den „Raemones“ los. Und jetzt ratet mal welche Band die Covern? Kleiner Tipp: Jimi Hendrix isses nicht. Und das obwohl „Electric Davyboy“ David Barfuss auch hier mal wieder Frontmann ist. Unterstützt von seinen Söhnen gab’s alle Klassiker zu hören: „Rock’n“ Roll Highscore“, „Sheena is a punkrocker“ und und und. Beste Aussage des Sonntags: „Nee, der Mann hat uns NICHT entführt, ist wirklich unser Papa.“ Ich bin ja kein Cover Freund, aber es hat mich schwer beeindruckt. Und ja: Hat Spaß gemacht.

Mein Highlight am Sonntag sind die Jungs und das Mädel von „Drunken Perspective“ gewesen. In der Vorwoche im „Second Home“ in Ennerich haben sie mich zum Fan gemacht. Im Kalkwerk haben sie mich umgehauen. Der Auftritt war sowas von Over the Top… Gute Laune, Spielfreude, schicke Ansagen, Mega Songwriting, geile Stimmung, Pogo vor der Bühne…auch wenn das „Deceiver“ Cover trotz Unterstützung von Simon und Daniel nicht perfekt lief…am Ende war’s das was es sein sollte. Geiler Punk, geile Performance und voll aufn Sack. Meine Neunentdeckung 2019 bei ihrem dritten Gig. Ich will mehr!!!

„Eve’s Temptation“ waren exakt wie letztes Jahr: ruhig, entspannt, gut. Genau das Richtige zur denkbar passendsten Zeit.

„Indicate“ spielen grungigen Garagenrock und wissen ihre Instrumente zu bedienen. Neben geilem Gesang und fetten Gitarren ist es schon deswegen geil, weil’s das in unserer Region sonst nicht gibt. Monopol halt.

In der Umbaupause gab es das obligatorische Proberaumkonzert von „Driven“ . Sehr gut. Aber widerlich warm.

Auch für fetten Rap ist das Kalkwerk eine gute Adresse. Dies bewies wieder einmal „Hustlenutz“ Legende „Polyone“ der zusammen mit „Ernst Zwo“ dessen kürzlich erschienenes Werk „Der Ernstgeborene“ feierte. Gegenseitige Back Up Unterstützung, mehrere gefeaturte Top Tracks wie „Silent Home“ oder „Ghetto und Gesetz“ und ein ganz besonderer Gast auf der Bühne. Wer da war, weiß Bescheid.

„Deceiver“ sind verlässlich: immer straight, immer professionell, immer überzeugend. Ganz anders der Sound von den Vocals. Den fand ich jetzt mal null überzeugend und das hat nix mit dem Gesangstil vom Daniel zu tun gehabt. Echt blöd gelaufen. Ansonsten: Mir kam es ein bisschen so vor, als ob die neuen Songs sich sehr ähneln. Man will mich eines besseren belehren und da die Jungs einfach top sind, warte ich jetzt mal aufs Album, um mich doch vom Gegenteil überzeugen zu lassen.

„4 Zimmer Küche Bad“ haben, wie auch schon zuvor „Deceiver“, großen Zuspruch aus dem Publikum erhalten. Natürlich wie immer verdient. Getanze auf der Bühne, getanze vor der Bühne und endlich wieder mit dem „Best of the Best“ Olli am Bass. Das „Strobocop“ Cover war extrem geil und ich bin der Meinung, dass die das ernsthaft im Programm lassen sollten.

Apropos „Strobocop“: Als letzte Kalkwerk Band des diesjährigen Festivals war deren Show ein totaler Abriss. Mit Gastsängern von „Bloodspot“, den legendären „Gadaffi Duck“ und vielen Weiteren krönten sie den heimischen Anteil des letzten Tages.

Der Headliner…tja. Als letzte Band vor einem Feiertag und nach den bombastischen „Strobocop“ auftreten zu dürfen ist ein extrem dankbarer Job. Aber ohne die Energie, die Animationen und die Musik die „Che Sudaka“ rüberbrachten, wäre der Abend nicht so perfekt ausgeklungen wie es war. Wie gesagt: treibende Latino Rhythmen irgendwo zwischen Ska und Folk, unerreichbarer Publikumskontakt…das war richtig, richtig geil. „We connnect with your heart und Soul“ haben sie gesagt. Und was soll ich sagen? Jap, stimmt.

Und das war’s dann für dieses Jahr vom Kalkwerk Festival. Das größte Lob gebührt diesmal auf jeden Fall den Bookern der Headliner, die dieses Jahr nicht besser hätten sein können. Und das größte Dankeschön gebührt natürlich allen Kalkwerkern für ihre Musik, ihre Standdienste und dem Herzblut, die dieses Festival Jahr für Jahr zu einem Riesenhighlight machen. Danke für alles…

…und nächstes Jahr mehr Suppe kochen. Sonntag am frühen Abend ausverkauft. Ich hätte fast geweint!!!

 

 

 

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